
Der Zeitzeuge G. Lutz aus Rossel berichtet:
Es war in den letzten Kriegstagen als eine endlose Schlange von verlassenen Militärfahrzeugen, auch Panzer, entlang der alten Straße von Rossel nach dem Roth standen. Die Besatzungen waren geflohen und hatten ihre Fahrzeuge dort abgestellt. Der Augenzeuge berichtet, wie er in Rossel einen großen amerikanischen Bomber aus Richtung Schladern kommend anfliegen sah. In der Befürchtung, dass der Bomberpilot nicht wusste, dass es sich um abgestellte, verlassene Fahrzeuge handelte, überkam ihn die Angst, dass der Bomberpilot den kompletten Ort noch bombardieren könnte.
Dann aber wackelte der Bomberpilot mit beiden Flügeln seiner Maschine hin und her als Zeichen, dass er die Lage erkannt hatte und flog weiter in Richtung Eitorf. Der Ort Rossel entging somit in den letzten Kriegstagen einer großen Katastrophe.
Zeitzeuge G. Lutz aus Rossel
Autor: Karl L. Raab

