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Einwohner von Rossel ab 1807

 

Jahr Anzahl
1. Einwohnerzahlen von Rossel 1830 116 im Weiler
1845 148 in 30 Häusern
1863 154
1888 156 in 30 Häusern
1962 359
1976 424
2. S1 Hauseigentümer von Rossel -1807-
3. S2 Hauseigentümer von Rossel -1807-
4. Hauseigentümer von Rossel um 1830
5. Alte Berufe in Rossel um 1830
6. Adressbuch von 1911

 

 

Autor: Karl Ludwig Raab 

Hauseigentümer von Rossel um 1830

 

Flurstück Nr. Name Vorname Eigentümer heute
572 Balitzky Franz Pietschak, Georg
592 Becher Sebastian Gauchel Bruch
636 Bertrams Ernst Lutz, Günter
599 Breuer Josef Lutz, Günter
610 Drache Peter Tölzer, Klara
657 Frommo Josef Stommel ?
576 Hansmann Johannes Kormann ?
633 Joest Gerhard Weiffen, Gerd
623 Joest Peter Joest, Karl Werner
622 Joest Wilhelm Gusikat, Karl Heinz
621 Lutz Gerhard Gusikat, Karl Heinz
565 Lutz Johannes Raab / Brucherseifer
586 Opfer Wilhelm  
587 Ottersbach Josef Noack/Steubesand
579 Schallenbach Gottlieb  ?
613 Schmitt Heinrich Weber / Joest ?
617 Simon Wilhelm Lutz, Günter
575 Stockhausen Gerhard Kormann
583 Stockhausen Mathias Pietschack, Georg
603 Stockhausen Gerhard, Rossel ?
619 Strässer Gerhard Lutz, Günter
588/609 Strässer Peter  
620 Weber Gerhard Gusikat, Karl Heinz
648 Weber Gerhard Salz, Heinz
594 Weiffen Heinrich Gauchel, Marlene und Kinder
650 Weiffen Wilhelm Salz, Heinz
642 Weiffen Johann, Gerhard Weiffen, Gerd
564 Schule zu Rossel   Kiesgen, Guido



Bericht : Urvermessung um 1830 von Gerd Weiffen.

 

Autor: Karl Ludwig Raab 

Alte Berufe in Rossel um 1830

 

Name Vorname Beruf
Bastian Peter Josef Rottenarbeiter
Diedrich Bertram Schankwirt
Diederich Bertram Wwe. Wirtin
Diederich Josef Ackerer
Diederich Gerhard Maurer
Diederich Wilhelm Rottenarbeiter
Etzbach Rudolf Ackerer
Gauchel Wilhelm Ackerer und Kleinhdl.
Gauchel Michael Spezereihändler
Hasenbach Joh. Gerh. Wwe. Ackerin
Hasenbach Gerhard Fabrikarbeiter
Hasenbach Wilhelm Feilenhauer
Hasenbach Johann Tagelöhner
Joest Gerhard Feilenhauer
Joest Peter Feilenhauer
Joest Wilhelm Fabrikarbeiter
Joest jakob Rottenarbeiter
Käsberg Wilhelm Steinkipper
Kläss Heinrich Hilfsrottenführer
Linden Johann Lehrer
Lutz Josef Bahnwärter und Ackerer
Lutz Gerhard Tagelöhner und Ackerer
Mühlemeier Ferdinand Lehrer
Ottersbach Christian Fabrikarbeiter
Ottersbach Josef Wwe. Ackerin
Ottersbach Wilhelm Feilenhauer
Ottersbach Josef Feilenschleifer
Pütz Gottfried Fabrikarbeiter
Piller Johann Leitungsaufseher a. D.
Rohl Johann Rottenarbeiter
Rohl Wilhelm Rottenarbeiter
Salz Franz Josef sen. Ackerer
Salz Franz Josef jun. Tagelöhner und Ackerer
Salz Johann Ackerer
Schmidt Josef Tagelöhner und Ackerer
Schmidt Gerhard Rottenarbeiter
Schmidt Theodor Weichensteller a. D.
Schmidt Peter Ackerer
Schneider Franz Invalide
Schneider Wilhelm Tagelöhner
Schneider Johann Fabrikarbeiter
Schneider Peter Fabrikarbeiter
Simon Gerhard Ziegelbrenner
Simon Josef Fabrikarbeiter
Simon Jakob Feilenhauer
Stockhausen Wilhelm Schneider
Thiel Peter Tagelöhner
Thiel Gerhard Fabrikarbeiter
Weiffen Franz Maurer
Weiffen Gerhard Ackerer
Weiffen Wilhelm Ackerer
Willmeroth Peter

 

 

Die 4 Schulen von Rossel ab -1800-

update: 05.06.2025

Um 1800 wurde der erste Schulunterricht erwähnt, jedoch handelte es sich nicht um eine Schule im heutigen Sinne.

Ein Lehrer besuchte abwechselnd die Orte Hoppengarten, Rossel und Wilberhofen und unterwies die Kinder in einer Wanderschule. Der Schulmeister bekam seine Beköstigung da, wo er jeweils Unterricht erteilt.

Bald mietete die Gemeinde in Rossel ein Haus, welches nun als Schulsaal für die Kinder der eben erwähnten Orte benutzt wurde. Wilberhofen gehörte aber nur bis zum Selbach zum Schulbezirk Rossel.

In diesem gemieteten Öpferchen Haus in Rossel, später Sträßerschen Haus unterrichteten bis 1822 die Lehrer Sinzig und Schmeis.

In verhältnismäßig gutem Zustand wird bis heute das erste Schulgebäude Rossels von Frau Peitz und Familie Josef Ottersbach bewohnt. Lehrer Schmeis wirkte lange in Rossel. 1850 erwähnte ihn Landrat Danzler in einer Bekanntmachung. Schmeis war damals in eine Kommission gewählt worden, die sich mit der Ablösung von Reallasten ( Steuern ) zu befassen hatte.

1820-1822 erbaute die Gemeinde das erste planmäßige Schulhaus. Baumeister waren Gerhard Hundhausen aus Windeck und 
Zimmermann Rötzel aus Dattenfeld. Viele ältere Leute erinnern sich noch gut an dieses Gebäude. 1917 wurde es wegen Baufälligkeit abgerissen. Es lag zwischen dem heutigen Dienstgebäude und der Straße.

Seit dem Schulneubau 1878 war es Dienstwohnung der Lehrer gewesen.

Am 1.5.1878 bot die Regierung der Gemeinde Dattenfeld 12000 Mark an, wenn sie in Dreisel und Rossel ein neues Schulhaus errichte. Im Jahre vorher hatte der Schulneubau in Dattenfeld begonnen, die Arbeiten an der Pfarrkirche liefen ebenfalls an.

Die beiden Schulen in Rossel und Dreisel wurden in Auftrag gegeben. Baumeister Ludwig Poppel erstellte den Neubau Rossel.

Welch eine Aufgabe für die Gemeinde in der damaligen Zeit! Denkwürdig sind die Tage der Einweihung der drei Schulen.

Dattenfeld und Dreisel am 27.10.1879, Rossel am 28.10.1879. Das alte Haus diente fortan als Wohnung für die Lehrer.

Heute stehen wir in den Tagen, da auch die damalige „neue Schule“ als „alte Schule“ abgeschrieben ist.

Seit 1879 gehört der ganze Ort Wilberhofen zum Schulbezirk Rossel. Im Jahre 1907 wurde in der Schule eine Schulbücherei m
it 158 Bänden neu eingestellt. Ist soeben von einer Vergrößerung des Einzuggebietes der Schule gesprochen worden, so ist am 4.1.1909 eine Verkleinerung desselben zu verzeichnen, denn an diesem Tage erhält der Nachbarort Hoppengarten eine eigene Dorfschule.


Schulklasse in Hoppengarten von 1912


Schulklassen in Hoppengarten von 1960 mit Lehrer Bollig, Vater von Lehrer Günter Bollig

Das nun fast 100 jährige Schulhaus, seit etwa 40 Jahren Lehrerwohnhaus – wird in den Jahren 1912 bis 1916 durch ein neues stattliches Dienstgebäude ersetzt, welches heute noch in gutem Zustand ist. Für 760 Mark verkaufte man die alte Schule zum Abbruch. Vom Schulleben ist aus den letzten Jahrzehnten wesentlich Einschneidendes nicht zu berichten.

Lehrpersonen und Schüler kamen und gingen. Neue Zeiten brachten neue Einrichtungen: nach dem 1. Weltkrieg die Elternbeiräte, 
nach dem 2. Weltkrieg die Schulpflegschaften. 1935 wurde das Schulhaus einer gründlichen Renovierung unterzogen.

Im letzten Krieg unterlag der Schulbetrieb ähnlichen Einschränkungen, wie sie schon für die Zeit 1914-1918 geschildert wurden – aber in stärkerem Ausmaß. Seit geraumer Zeit beschäftigen sich die maßgeblichen Stellen damit, das nunmehr 80 jährige Schulgebäude durch ein neues zu ersetzen. Gerade in diesen Tagen stehen wir im Anfangsstadium des Neubaus, des 3. Schulbaues für den Schulbezirk Rossel.
44 Lehrerinnen und Lehrer haben 
bis jetzt an der Schule unterrichtet.

Von den ehemaligen hauptamtlichen Lehrpersonen leben noch die Damen L. Schneider, J.Rosendahl und die Herren F. Lückeroth, J. Linden, P. Schonauer, B. Zaremba und A. Tondar. Wegen ihrer langen Dienstzeit in Rossel sollen ins Gedächtnis zurückgerufen werden: P. Frickel und J. Frickel, W. Herdes, F. Mühlemeier.

In den späteren Jahren folgten Lehrerin Becker, Lehrer Walter Bönisch und Schulleiter Willi Schröder.

Ein Bericht von Herrn Willi Schröder aus Dattenfeld, Heimat aus dem Jahre 1961.

 


1. Schulgebäude in Rossel (Haus Peitz)

 
Haus Peitz in Rossel


Haus Ottersbach, heutige Rückansicht der 1. Schule in Rossel

 

2. Schulgebäude in Rossel wurde 1917 wegen Baufälligkeit abgerissen


Lageplan der 2. Schule, Anm: siehe das Rosseler Kreuz

 

3. Schulgebäude in Rossel, die Bruchsteinschule

  
das heutige Haus Kiesgen


4. Schulgebäude in Rossel


die heutige Förderschule


 

1. Lehrerhaus in Rossel

 




2. Lehrerhaus in Rossel

 

Die Lehrer an den Schulen von Rossel ab 1800


Die Schulklassen in Rossel ab 1882

 

Die Schulen in Dattenfeld, Dreisel und Rossel ab -1877-


Wie es zum Neubau der Volksschule in Rossel kam

 

Der Schulbrunnen von 1826


Die Friedenslinde von  1913


Autor: Karl Ludwig Raab
Autor des Textes:  Ein Bericht von Herrn Willi Schröder aus Dattenfeld, Heimat aus dem Jahre 1961

 

 

 

Der Schulbrunnen in Rossel 1826

update: 04.06.2025


Die 4 Schulen von Rossel ab Anno 1800


Zum Sachverhalt :

Am 18.9.1826 schreibt der Lehrer Johann Jacob Schmeis aus Rossel an den löblichen Schulvorstand der Schule Rossel. 

Hinweis : Weil es damals noch keine zentrale Wasserversorgung in Rossel gab, hatten die Kinder vermutlich täglich ihr Trinkwasser aus einer Quelle in der Nähe geholt (Heute zwischen Haus Limbach und Gauchel).

In einem heute schon ziemlich unleserlichen Brief vom 19.9.1826 schreibt der Schulvorsteher - immerhin schon - ( nicht Schulleiter ) an Herrn Buchholz, Pfarrer und Schulpfleger in Dattenfeld. Dieser schrieb am 3.10.1830 an den Herrn Landrat Förster mit der Bitte um einen Brunnenbau für die Trinkwasserversorgung. Der Landrat antwortete am 6.10.1830, dessen Inhalt nur bruchstückhaft zu lesen ist.

Brief vom 18.9.1826 von Lehrer Johann Jacob Schmeis aus Rossel an den löblichen Schulvorstand der Schule zu Rossel:

Seit dem Bewohnen des hiesigen Schulhauses bin ich durch den trockenstarken Frost und den Überschwemmungen wegen Mangel an gutem reinem Wasser sowohl für mich als auch für die Schulkinder in die größte Verlegenheit gesetzt worden.

Die mehrste Zeit muss ich aus Not, kein reines Wasser erhalten zu können, mein Kochwasser und die Kinder ihr Trinkwasser aus dem längs dem Hofe herunter und hinter dem Schulhause herfließendem Bache schöpfen, ungeachtet derselbe durch einige Miststellen, durch Waschen der Futterkräuter darin nicht allein ganz unsauber gemacht wird, sondern meines Bedenkens ist das Wasser auch hierdurch und vorzüglich, wenn es ungekocht genossen wird, der Gesundheit nachteilig, denn die Erfahrung hat es bewiesen, dass meine Schüler, welche bei Winterzeiten des Mittags nur ein trockenes Butterbrot speisen und deshalb stark dürsten, von diesem Wasser, man dürfte sagen, von dieser Mistjauche getrunken, häufig den und Husten bekommen und welche unangenehme Folgen, sowohl für den Lehrer, als auch für die Schüler dem hierdurch wird zum Hindernis zur gegenseitigen Pflichterfüllung in den Weg gelegt.

Ich sehe aber gar nicht ein, dass dieses Unbill anders als durch Anlegung eines neuen Brunnens ans Schulhaus behoben werden kann, denn dies einzige, nun der ganzen Rosseler Nachbarschaft benutzte gegen Norden, am sogenannten Wittenberg, ungefähr 230 Schritte vom Schulhause gelegenen Brünnchen, derer Quelle so schwach ist, dass ein anderes als durch ein ganz kleines Gefäß dort geschöpft werden kann und welches auf dem durch unvorsichtiges Schöpfen oder durch die unreinen Gefäße gewöhnlich getrübt oder unrein gemacht wird, kann in dem dort 20 Einwohner ihr reines Wasser holen müssen, diesen Hauptmangel unverzüglich ersetzen. Zudem erwachsen immer für mich Nachteile und Unannehmlichkeiten daraus hervor.

Wenn die Kinder dort ihr Trinkwasser hohlen, oder selbst einzeln hingehen und trinken wollen, so entziehen sie sich, der Entfernung wegen, zu lange dem Unterrichte und die Nachbarn glauben endlich  auch, das Wasser würde öfter durch die Kinder verunreinigt. Indem es also den Eltern keineswegs einerlei sein wird, ob ihre Kinder reines oder unreines Wasser trinken, ob sie also gesund oder ungesund sind, ob sie sich dem Unterrichte hierdurch oft aus Not zu lange entziehen müssten.

So sage ich das volle Zutrauen, dass die Gemeinde einen neuen Brunnen ans Schulhaus und zwar noch diesen Herbst auf ihre Kosten anlegen ließe. Mein Zutrauen begründet sich umso mehr, da es die Gemeinde einsieht und weiß, dass die Anfertigung dieses Brunnens mehr die Wohlfahrt der Kinder, als mein eigenes Interesse erreicht.

In der Hoffnung, dass sie meine gerechte und begründete Bitte gehörigen Orts unterstützt, einreichen, und dass dieselbe nicht unerfüllt bleiben wird, habe ich die Ehre, mich zu unterzeichnen.

Rossel, d. 18ten September 1826         Joh. Jacob Schmeis, Schullehrer

In einem Brief vom 19.9.1826 schreibt der Schulvorsteher - immerhin schon - ( nicht Schulleiter ) an Herrn Buchholz, Pfarrer und Schulpfleger in Dattenfeld.


Hochwürden!
indem wir die Ehre haben, Euer Hochwürden den umseitigen Bericht des Schullehrers Schmeis zum geeigneten Zwecke zu überreichen, so glauben wir bemerken zu müssen, dass wir das Bedürfnis, die baldige Anfertigung eines neuen Brunnens am Schulhaus einsehend, hierin mit dem Schullehrer in vollem Einverständnisse sind, und bitten daher gehorsamst, dass Sie diese Sache bei allanfälligen Erfordernissen gehörigen Ortes, erwünschend, und wegen Späte der Jahreszeit, schleunigst einleiten wollen. Wir hoffen umso mehr, dass diese Bitte unsers und des Lehrers Wünsche keinen Aufenthalt erleiden wird, da wir überzeugt sind, dass der Gemeinderat nach reiflicher Überlegung nichts gegründetes dagegen einwenden kann und wird.

Rossel, den 19ten September 1826                                  Die Schulvorsteher der Schule zu Rossel

                                                                                                              Wilhelm Josef Etzbach
                                                                                                                       Peter Albus

Originalbriefe -1826- 

Originalbriefe von Herrn Horst Zielke aus Rossel,
Übersetzung der Texte aus Sütterlin von Gerd Weiffen.
Beiden vielen Dank.

Autor: Karl Ludwig Raab 

  1. Die Lehrer an den Schulen von Rossel
  2. Die Friedenslinde in Rossel
  3. Der alte Dorfweiher in Rossel
  4. Der Steinkreis auf der Wilhelmshöhe bei Rossel

Chronik Frühgeschichte

Chronik Mittelalter

Chronik Neuzeit Einleitung

Chronik Neuzeit Nachbardörfer

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