Geschichten und Anekdoten aus Rossel und Wilberhofen
| Das Verkaufsgenie |
| Ein geistlicher Rat |
| Ein Landbriefträger |
| Ein Elektrofahrrad |
| Omas Geburtstag |
| Pater Josef Koch als Witzeerzähler |
Autor: Karl Ludwig Raab
Ein geistlicher Rat
Pater Josef Koch traf auf seinem Spaziergang durch das Dorf die alte Frau Lütz, die Mutter von Rudolf Lütz.
Er erkundigte sich nach ihrem Wohlbefinden.
Sie antwortete ihm, dass sie so einen furchtbaren Durchfall hätte. Pater Koch sagte ihr, das er ein gutes Mittel dagegen hätte. Wenn er zurück im St. Josef – Krankenhaus wäre, würde er es ihr runter schicken.
Nach einer Stunde kam ein Bote und brachte es ihr. Es war eine Plastiktüte voll Weinkorken verschiedener Größen.
Ob das Mittel geholfen hat, entzieht sich meiner Kenntnis.
Autor: Karl Ludwig Raab
Autor des Textes: Bruno Althoff
Ein Verkaufsgenie
Karl Fiebig war ein so guter Verkäufer, dass er es fertig gebracht hätte einem Bauern eine Melkmaschine zu verkaufen und dabei die einzige Kuh die der Bauer besaß, in Zahlung zu nehmen. Deshalb hatte ihn auch Josef Ottersbach aus Rossel engagiert, um mit ihm ins Sauerland zufahren um dort sein Obst zu verkaufen. Es hatte auch alles wunderbar geklappt, bis die letzte Käuferin nach der Abrechnung bemerkte:
„Da sind aber doch einige Faule drinn“. Die kann man doch raus lesen, antwortete Karl und ließ den Worten Taten folgen, ohne natürlich Geld zurück zugeben.
Autor : Bruno Althoff
Ein Landbriefträger
Willi Schröder aus Wilberhofen war von Beruf Briefträger, heute das das Postzusteller. Er hatte zeitweise die Post täglich in den Orten Windeck, heute Altwindeck, Jucht, Höhnrath und alle zwei Tage in Kölschbach, Ommerroth, Hahnenbach und Gierzhagen zuzustellen.
Er fuhr dann morgens los nach Schladern um dort die Post abzuholen, ging dann damit zu Fuss nach Windeck, weiter den Berg hoch zur Jucht weiter über Höhnrath nach Kölschbach dann schräg runter über das sogenannte Briefträgerwegelchen ins Ommerother Tal, von dort hoch nachOmmeroth. Von hierrüber nach Hahnenbach, dann weiter über Schönenbach; Rommen nach Gierzhagen, den letzten Ort der Zustellung von hier zurück nach Schladern.
Was ein „Päädswäh“ ich weiss von wo ich rede, ich bin ein paarmal die Tour mit ihm gegangen.
Autor: Karl Ludwig Raab
Autor des Textes: Bruno Althoff
Ein Elektrofahrrad
Ich saß bei Bahnhofsvorsteher und Geschäftsführer der Wilberhofener Elektrizitätsgenossenschaft Peter Güdelhöfer in seinem Haus um steuerliche Dinge zu besprechen, da kam plötzlich ganz aufgeregt Karl Salz ins Zimmer und berichtete uns, dass in Rossel eine Stromleitung auf eine Wäscheleine und einen Weidezaun gefallen wäre.
Wir setzten uns sofort ins Auto und fuhren nach Rossel und warteten auf Karl, der mit seinem Fahrrad nachkam, damit er dort Wache halten konnte und wir zum Trafo fahren konnten um den Strom dort abzuschalten. Nach kurzer Zeit kam er dann an, stieg gemächlich vom Fahrrad und lehnte dasselbe an den Weidezaun. Da wusste er wieder warum er uns gerufen hatte.
Autor: Karl Ludwig Raab
Autor des Textes: Bruno Althoff
