Chronik von Rossel
update: 07.06.2025

Ansicht von Rossel aus der Wilhelmshöhe
Erstbenennung von Rossel ab 1506
Rossel im Besitz des Grafen von Nesselrode
Rüßell
1506 Rossauwel
1564 Rossel -uff dem paytzheydt ( Heute Pattscheidt )
Jan Arntz zu Rossawell, uff dem Eychstock ( Heute Eichstock )
Swennan Johan zu Rossel
Der Zehnt und die Zehntabhängigkeit in Dattenfelder Kirchspiel
Von den Anfängen bis zum Jahre 1595,
Buch : 895 -1995 Das Kirchspiel von Dattenfeld
1582 Rossawell
1830 Wiedenhof, Pastorat, Buch : 895 -1995 Ein Kirchspiel im Rückblick durch 1100 Jahre in: "Klaus Pampus, Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte", S.310 findet sich zu Rossel: Erstnennung 1506
>> Rossauwel >> anl. einer Stiftung zum St. Antonius Altar in der Pfarrkirche. Soweit die Ergebnisse von Pampus.
Das ist nun die derzeit bekannte Erstnennung des Ortes Rossel. Der Ort bzw. eine Ansiedlung dort wird wesentlich älter sein.
Das "auwel" läßt auf ein Feuchtgebiet, ehemaliges Flussgebiet schließen, ähnl. Dreisel >> Dreisauwel.
In o. g. Urkunde stiftet Graf Bertram von Nesselrode von seinem Hof in Rossauwel und umliegenden Ländereien
Pachteinkünfte zur Unterhaltung des St. Antonius-Altars in der Dattenfelder Pfarrkirche.
Hier tauchen bereits Flurnamen wie: beuel, richardsfeld, hohn, auf dem perseiffen, auf dem eichstock, auf dem Petschet (Pattscheidt), rohland auf.
Der Sinn solcher Stiftungen war, die tiefe Gläubigkeit, sich das Seelenheil im Jenseits durch solche guten Werke zu erkaufen.
Es waren dann am Antonius-Altar seitens des Pfarrers oder eines Vikars regelmäßig Hl. Messen im Sinne der Stifter zu lesen.
In: "Willi Schröder, Aufzeichnungen des Pastors Johannes Robens von Dattenfeld im Dreißigjährigen Krieg", das im Juli 1636 feindliche Truppen in Wilberhofen oder auf dem Wiedenhof lagen. U. a. wurde auch auf dem Wiedenhof zu RosselWiedenhof zu Rossel der Hafer abgemäht.
Autor: Karl Ludwig Raab
Autor des Textes: Willi Schröder
Die Güteraufnahme -1807-
Historischer Hintergrund :
Am 15. März 1806 trat König Maximilian I. Josef von Bayern sein Herzogtum Berg an Napoleon ab.
Napoleon übereignete am selben Tag das Herzogtum Berg an seinen Schwager, den französischen Prinzen Joachim Murat, dieser nahm den Titel Großherzog an.
Das Großherzogtum sollte ein Musterstaat werden. Es kam zu Reformen in der Verwaltung, dem Rechtswesen sowie zu wirtschaftlichen Reformen und zu Agrarreformen.
Unsere Heimat, das Kirchspiel Dattenfeld, lag im Departement Sieg, dem südlichsten Teil des Großherzogtums.
Im Zuge der Reformen wurde erstmalig der Grundbesitz aller Eigentümer erfasst, es wurden Steuerrollen angelegt. Grundlage hierfür waren Güteraufnahmeprotokolle.
Mit der Völkerschlacht bei Leipzig endete 1813 die Franzosenzeit im Rheinland.
Auf dem Wiener Kongress wird Europa neu aufgeteilt. 1815 wird das Großherzogtum Berg Teil des Königreichs Preußen.
Unter preußischer Regierung wird die von den Franzosen begonnene Erfassung von Grundstücken mit der Durchführung der Urvermessung vollendet.
Anno 1807
Im Oktober 1807 wurden in Hoppengarten die Güteraufnahmeprotokolle angefertigt.
Originallisten der Eigentümer in Rossel.
Seite 1 : Eigentümer in Rossel - 1807 -
Seite 2 : Eigentümer in Rossel - 1807 -
Für jeden Eigentümer wurde ein Protokoll aufgenommen und von diesem unterschrieben.
Protokoll zum Grundbesitz der Witwe des Peter Weiffen aus Rossel.
Autor: Karl Ludwig Raab
Autor des Textes: Gerd Weiffen, Rossel
Die Urvermessung von Rossel und Wilberhofen -1830-
Der Historische Hintergrund.
Das Ergebnis der Urvermessung.
Das Ergebnis der Urvermessung sind u. a. Urkarten ( Flurkarten ) und Urrisse.
Die Urkarten sind eine maßstäbliche Abbildung eines Dorfes oder einer Gewanne mit Flurstücksgrenzen, Gebäuden,
Nutzungsarten und -grenzen.
Als weitere Informationen enthalten sie Flurstücksnummern, Straßennamen und -arten, sowie Gewässer- und Gewannebezeichnungen.

Originalurkarte Flur XIII Rossel -1830 -

Originalurkarte Wilberhofen -1830-
Die Darstellung ist auf den ersten Blick sehr verwirrend. Die vorliegenden Urkarten wurde bis zur Flurbereinigung in
den sechziger Jahren fortgeführt.
Das heißt, Fortfallendes wurde rot gestrichen bzw. gekreuzt (nicht ausradiert) und Neues in rot ergänzt.
Die Urrisse enthalten neben Maßen, Flächen- und Eigentümerangaben auch die Darstellungen und weiteren Informationen der Urkarten.
Das bis auf einige Erweiterungen unveränderte Straßennetz ermöglicht die Orientierung. Auch die kolorierten Gebäude
dienen der guten Übersichtlichkeit trotz der vielen Informationen.

Ausschnitt Originalurriss Wilberhofen -1830-

Ausschnitt aus einer Eigenanfertigung Rossel von 1830-1960
Das ist der Bestand zur Zeit der Urvermessung ( Feldarbeiten wurden 1830 beendet ).
Hauseigentümer von Rossel um 1830.
Hauseigentümer von Wilberhofen 1830.
Autor: Karl Ludwig Raab
Autoren der Texte: G. Weiffen, Rossel

























