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Die Nachbardörfer und Weiler aus der Umgebung von Rossel und Wilberhofen

update: 12.06.2025 

Chronikfotos aus den Nachbardörfern und Weilern

Aktuelle Fotos aus dem Windecker Ländchen 

Windeck und Umgebung aus einer anderen Perspektive

 

 

Erstbenennungen, Namen, Gewannebezeichnungen und Ereignisse aus Chroniken 

 

  


Die Bröltalbahn 1870


Bröltal
 

Ausbau der Bröltalbahn 1933

Plan vom Bau der Reichsautobahn in der Nutscheid

 

 
Übersetzig Alter Schleifkotten -1898-, Zeichnung: Kruse



Übersetzig bei Dattenfeld ab -1622-

 

 


Dreiseler Linde -Pestlinde-

 


Dattenfelder Strandbad 1912, Foto: W. Schröder

 


Dattenfelder Strandbad

 


Dattenfelder Badeanstalt

 

Dattenfeld ab -895-

 

 


Kinderkarusell Schamberger an der Greent 1925, Foto: W. Schröder

 

 

Dreisel

Vom Franz-Pittersch Anton zum Petterjes Kathrinchen aus Dreisel

 

 

 
Herchen, Notbrücke um 1909, Foto: Gnacke


Herchen und Zisterzienserinnenkloster Herchen -1131-



Kirche St. Michael in Hoppengarten, Foto: Röhrig

Französische Revolution und Preußens Gloria um das Amt Windeck mit dem Zeitzeugen : Gerhard Joest aus Hoppengarten

Hoppengarten ab -1461-



 

 

Von der Domäne Gauchel zum Gut Schöneck -ab 1582-


 

 
Erste Röcklinger Brücke um 1909, Foto: D. Land

 

Röcklingen ab -1138-

 

 

Rosbach

Die Über- oder Spitznamen in unserer Heimat 

 

 

 
Foto: Quintino Caminneci 

 Schladern, letzte Feldpost an die Mutter bis heute erhalten, von Quintino Caminneci

 

 

 
Bärentreiberin gen. Türken Anna, Foto: W. Schröder

 

Schladern, das Mekka der Zigeuner und Bärentreiber

 

 

 

Schladern, Haus Schladern und Kloster Ehrenstein 

 

 


Höhnrath, Foto: W. Schröder

Weiler Höhnrath

 


Ommeroth 1908, Foto: Waffenschmied

 


Ommeroth, Foto: Waffenschmied



Weiler Ommeroth



Zeichnung vom Weiler Hahnenbach, Foto: W. Schröder

 


Weiler Hahnenbach, das linke Haus (einst Hammer) wurde abgerissen, doch das Bauholz des Fachwerkes bei Bau des Forsthauses Wulf in Jucht wiederverwendet.

 

 


Foto von Kölschbach, Foto: W. Schröder



Weiler Kölschbach

 

  
Präsidentenbrücke um 1850, Foto: W. Schröder



Schladern, Die Westert- oder Bösestraße, nach ihrem Erbauer Landrat Böse, 1848. Im Herbst 1852 begann der Bau der Brücke über den Westertbach, die zum Andenken an den Oberpräsidenten v. Möller, Präsidentenbrücke genannt. Der Gastwirt Heider  baute hier nach 1852 ein Wirtschaftsbetrieb, und übernahm nach 1860 noch nebenbei eine Pstexpedition II. Klasse. Foto: W. Schröder




Foto: Präsidentenbrücke W. Schröder

Im Jahre 1938 bestand der Wohnplatz Präsidentenbrücke noch aus zwei Fachwerkhäusern, einer Gastwirtschaft mit Tanzsaal  (später einer Mechanikerwerkstatt) und einem Tennisplatz. Hier lebten 1962 18 Menschen, bis der Weiler 1975 zur Wüstung wurde. 

 


Foto: W. Schröder, Wandergruppe an der Präsidentenbrücke


Eine Wandergruppe stellt sich um die Jahrhundertwende in der Präsidentenbrücke einem Fotografen. Infolge der finanziellen Unterstützung der neuerbauten Straßenbrücke über den Westertbach durch den damaligen Oberpräsidenten der Rheinprovinz v. Möller - erhielt der Weiler 1852 den Namen Präsidentenbrücke.





Gasthaus Prädidentenbrücke




Weiler Präsidentenbrücke bei Rosbach

 

 
Roth um 1930, Foto: W. Wirges

 


Roth im Winter, Foto: Büth


Peter Büth aus Roth beim Pflügen, Foto: Büth

 


Roth, Dorfjugend um 1938, Foto: W. Wirges


Weiler Roth bei Rossel

 

 

 

 

Weiler Gut Wilhelmshöhe bei Rossel ab 1830

 

 

Autor: Karl L. Raab

Ausbau der Bröltalbahn ab 1862-1885 bis 1933

 



Foto der Bröltalbahn 1870




Foto: Bröltalbahnhof 1926

 



Dampflok bei der RVAG

 


Foto: Frank Nowotny

Zillertalbahn in Mayerhofen in Österreich, die Lok vom Typ D12 stammt von der Bröltalbahn 

 

Fotos vom Ausbau der Bröltalbahn

 

Geschichte

15.9.1862 Fertigstellung der Brölstraße (bis Ruppichteroth)
Nachdem an diesem Tage die Fertigstellung der Brölstraße von Hennef – Waldbröl durch Mitteilung im Amtsblatt offiziell bekannt gegeben wurde, wurden an den „Hebestellen“ in Bröl, Schönenberg und Ziegenharth Mautgebühren für die Benutzung der Brölstraße erhoben.
Die wirtschaftliche Bedeutung der neuen Straße lag darin, dass sie nun den billigeren und schnelleren Transport von Kalk, der nicht nur zum Hausbau, sondern vor allem als Düngemittel in der Landwirtschaft benutzt wurde, aus den Kalkwerken in Ruppichteroth, Herrenbröl, Schönenberg und Hänscheid (Benz 2011) in die Region Hennef/Siegburg/Bonn ermöglichte. Dies galt in gleicher Weise für den Abtransport der in den Ruppichterother Gruben gewonnenen Eisenerze.



Die Bröltalbahn wird als erste öffentliche Schmalspurbahn Deutschlands bezeichnet, weil ihre Spurweite gerade einmal 785 mm betrug. Bei der Staatsbahn beträgt der Abstand zwischen den beiden Schienen hingegen 1435 mm. Aber weil sich die Züge den engen Weg durch das Bröltal mit den anderen Verkehrsteilnehmern teilen mussten, wurde die Strecke der Bröltalbahn so platzsparend wie möglich angelegt.


Die Pferdebahn Hennef – Ruppichteroth

Im Jahr 1825 wurde durch Johann Wilhelm Windgassen (1779-1852) mit dem Bau der Friedrich-Wilhelms-Hütte an der Mündung der Agger in die Sieg begonnen. Neben einer verlässlichen Wasserversorgung durch den zu diesem Zweck ausgebauten älteren Troisdorfer Mühlengraben war das Eisenhüttenwerk vor allem auch auf gute Transportwege für seine benötigten Rohstoffe und seine Produkte angewiesen. Um 1830 wurden bei Ruppichteroth Eisenerzvorkommen gefunden, deren Erschließung für die von dort gut 30 Kilometer entfernte Friedrich-Wilhelms-Hütte von großer Bedeutung war.

Sie fuhr ab 1862 zunächst von Ruppichteroth und brachte Rohstoffe nach Hennef, die dann weiter zur Friedrich-Wilhelms-Hütte nach Troisdorf transportiert wurden. Anfangs zogen Pferde die Züge.

Ab 1863 kamen Dampflokomotiven zum Einsatz. Die Bevölkerung war zunächst skeptisch, denn in der damaligen Zeit war eine Dampflok nichts Alltägliches.

Link: Brölbahnkreisel

 

Streckenverlauf und Objektgeometrie
Von Hennef aus querte die insgesamt 20,3 Kilometer lange und dabei etwa 100 Höhenmeter ansteigende Bahnstrecke die Sieg über die dazu neu erbaute Brücke zwischen Allner und dem Zufluss der Bröl bei Müschmühle und führte dann entlang der Brölbachs über die Ortschaften Bröl, Ingersauelermühle, Herrnstein, Büchel, Felderhoferbrücke und – ab hier dem Waldbrölbach folgend – über Schönenberg nach Ruppichteroth.

Geschichte der Lokomotiven
Die Lokomotiven 6 bis 13 der Bröltalbahn waren dreifachgekuppelte Schmalspur-Tenderlokomotiven.
Die Maschinen wurden von Arnold Jung Lokomotivfabrik 1891 bis 1892 gefertigt. Die Lokomotive 6 kam über die Trusebahn zur Deutschen Reichsbahn und erhielt 1949 die Betriebsnummer 99 4611.
Die in den Jahren 1891 und 1892 von der Arnold Jung Lokomotivfabrik an die Bröltalbahn gelieferten acht Lokomotiven war die erste größere Serie von identischen Fahrzeugen für die Bahngesellschaft. Dabei lehnte man sich an die Konstruktion der Maschinenbau-Gesellschaft Karlsruhe von 1884 (Bröltalbahn 5) an. Die Konstruktion bewährte sich, sodass von ihr auch je ein Nachbau an die Spessartbahn bzw. die Werkbahn der Basalt-Actien-Gesellschaft in Bad Honnef im Siebengebirge gefertigt wurden. 1899 wurden mit den Lokomotiven 14 bis 17 vier weitere Maschinen dieses Typs von Orenstein & Koppel geliefert. 
Mit der Anlieferung der Lokomotiven 31 und 32 sowie 51 bis 52 im Jahr 1923 wurden die Lokomotiven 9 bis 12 ausgemustert. Die Lokomotiven 7, 8 und 13 wurden 1953 ausgemustert.


Der Anfang vom Ende der Bröltalbahn

 









 










 



 

 

 

 

Chronik vom Bau der Eisenbahnverbindung Köln-Gießen 1845 

 

Chronik Eisenbahngeschichte von Herchen bis Schladern

 

Quelle:
Eisenbahnmuseum Asbach
Archiv RSK
Wolfgang Clössner

Autor : Karl L. Raab

 

 

 

 

 

 

 

 

Dattenfeld, Kirchweih oder Kirmes

Übersetzig bei Dattenfeld -1622-

 

 

 

Foto: Alter Schleifkotten (1898) bei Übersetzig


Fährmann an der Übersetziger Mühle

Zeichnung: Wassermühle in Übersetzig



Zeichnung der 2 Wassermühlen in Übersetzig

 



Josef und Josefa Joest, Besitzer der Mühle um 1926



Mühlen in unserer Heimat

Chronik Fotos von Übersetzig

Erstbenennungen, Gewannenbezeichnungen und Ereignisse aus Chroniken


Schleifkotten und Getreidemühle in Übersetzig,
Ähnlich wie das siegabwärts gelegene Dorf Übersehen, haben wir es auch bei dem Dorf Übersetzig mit einem auf natürliche Stellenbezeichnungen zurückgehenden Siedlungsnamen zu tun. Die Gründun gdes Ortes Übersetzig fällt vermutlich in die jüngste nachmittelalterliche Siedlungsperiode. 

Grundwort: Weg, Fahrt, Überfahrt, Furt, Kahn, Fähre.

Die Ortsdatierung kam 1622 von Moritz von Übersetzig als Taufpate vor. 1630 ist der Ortsname schon Familienname. Etwas unterhalb der Siegbrücke wurde der Fluss durch ein Wehr gestaut und das Wasser in einen Mühlengraben abgeleitet. Anno 1648 wurde lt. Kirchenbuch bei einer Kindtaufe als Pate Johann Niderhausen, der alte Müller zu Übersetzig genannt.

Die erste Mühle wurde um 1750 gebaut. Später entstand um 1925 eine Getreidemühle mit zwei Wasserrädern, von denen eins bis 1898 einem Schleifkotten als Antriebskraft diente. Es war der einzige Schleifkotten im mittelalterlichen Siegtal.
Anm: In alten Schriften und Dokumenten (siehe Zeichnung) stößt man immer wieder auf einen Bartholomäus Licheus (Familienname) mit dem Vornamen Eligius, der nicht nur ein vemögender Ackersmann, sondern auch für 1870 ein bedeutender Handelsmann gewesen sein muss.  Ein Nachkomme und Namensträger lebt heute noch in Windeck. In einem bäuerlichen "Auotationsbuch"  aus Obersaal lesen wir u.a. "Lichius Bartholomäus"  in Übersetzig, 1872 den 11. Dez. erhielt derselbe 1354 Pfund Hafer pr. 200 Pfund zu 4 1/2 Thlr. macht 30 Thlr. 14 Sgr, zahlte baar. 
In einer weiteren Urkunde des Bartholomäus Licheus und seiner Ehefrau Catharina Manz (auch Mans oder Maus geschrieben), stoßen wir auf den bekannten westfälischen Uradel von Droste-Hülshoff.

Auf einem Foto der alten Mühle ist am rechten Rand eine Mauer zu sehen, links daneben ein Mühlrad, auf dem ein Junge sitzt. Die Mauer ist Teil eines überdachten Unterstellplatzes für eine von dem Mühlrad angetriebene Dreschanlage.
In den 30 er Jahren war nach Josef Joest dessen Sohn als Müller tätig.
1941, der Landrat teilt dem RWE Essen mit, dass der Vertrag zur Grundstücksveräußerung einschließlich der Übertragung von Wasserrechten wie im Vertrag beschrieben, beurkundet werden kann.. 

 

Autor: Karl L. Raab

Dreisel, Vom Franz-Pittersch Anton zum Petterjes Kathrinchen

Vornamen werden in Dreisel zu Familiennamen.
Während in den Städen im allgemeinen die Menschen mit ihren wirklichen Namen, den Familiennamen, genannt werden, ist dies auf dem Lande nicht so. Hier wird der eigentliche Familienname oft nicht gebraucht, und nicht selten kommt es vor, daß man, wenn nach dem Familiennamen eines Dorfbewohners gefragt wird, sich erst besinnen muß. 
Nun hat fast jedes Dorf in der Namensbildung seine Eigenheiten. Besonders trifft dies auch für mein Heimatdorf Dreisel an der Sieg zu. Obwohl ich dort meine Kindheit verbracht habe, sind mir heute noch sämtliche Namen, die dort zu Anfang diese Jahrhunderts gebräuchlich ware, im Gedächtnis, wovon sich die ältere Generation beim Lesen dieser Zeilen überzeugen lassen.
Von den knapp 400 Einwohnern die Dreisel damals zählte, hießen mehr als 50 "amtlich" Gauchel, die sich auf 10 Familien verteilten. Der Name stammt ohne Zweifel von dem in der Nähe gelegenenen Hof Gauchel,   um die Jahrhundertwende den "vornehmeren" Namen Schöneck erhielt, als Frau Rive dort ein modernes Landhaus errichtete. Von all diesen Gauchels hieß im Volksmund nur einer tatsächlich so, nämlich der "Goochels Hennerich", ein Sohn des "Pöller (Piller?) Goochel. Eine andere Familie nannte man die "Göcheljes".  Ein Franz Gauchel hatte drei Söhne und drei Töchter, von denen die Söhne und eine Tochter (Fraus Josef Schmidt) in Dreisel verheiratet waren, während  genannt eine weitere Tochter unverheiratet blieb. Die drei Söhne wurden kuzerhand Franz-Pitter, Franz-Wilhelm, und Franz-Gerhard und die unverheiratete Tochter Franz-Dröckchen (Gertrud) genannt. Die Kinder des Franz-Pitter aber hießen Franz-Pittersch Anton, Franz-Pittersch Wilhelm usw. Franz-Wilhelm hatte nur eine Tochter, die als Kind starb, Franz-Gerhard   wurde auch "Hartes" genannt, und seine Kinder hießen: Hartes Kathrinchen usw. Weitere Gauchels waren die "Jösseps" (nach dem Familienhaupt Josef G.) bzw. "Anntrengs" (nach der Witwe Anna Katharina G.) deren Kinder der Anntrengs Jupp sowie die Anntrengs Lena und die Anntrengs Maria waren. Die acht Kinder eines zweiten Heinrich Gauchel nannte man "Pauels", weil die Mutter mit ihrem Mädchennamen Pauly hieß.
Der zweitstärkste Familienname in Dreisel war Patt, ein Name, der auch sonst im Siegkreis, z.B. in Eitorf und Siegburg vorkommt. Die sieben Familien mit Namen Patt zählten etwa 40 Köpfe, von denen etwa 15 auch im Volksmund Patt hießen, allerdings mit Beinamen wie "Patts Schohmächers", Patts Jokes (Judokus), Patts "Mienchen". Zwei Familien, deren Häupter beide Peter hießen, unterschied man als "Petterjes" und "Nettjes" (von Ernestine) also Petterjes Heinrich, Petterjes Johann, Netthjes Pitter, Nettjes Lißchen usw. Andere Patts hießen Lutz oder Priddels die wohl nach den Mädchennamen der Mütter benannt werden.
Von den vier Familien Thiel hörte nur eine auf diesen Namen, zwei waren die "Tienjes" (Tienjes Anton, Tienjes August usw.) und die letztere die "Schmies", nach dem Mädchennamen der Mutter, die aus Kölschbach bei Dattenfeld stammte. Auch von den vier Familien Gerhards hieß nur eine im Volksmund tatsächlich so, während   zwei "Hannes-Wellems" und eine "Pittersch (Peters) hießen, also Hannes-Wellems Franz, Pittersch Minna usw. Die Willmeroths kannte man nur als die "Maxjes",  und auch eine Frau Weber geb. Willmeroth war nur als "Maxjes Anne-Mariechen" bekannt. Die drei Familien Kolb wurden "Koleve" (Witwe Luise Kolb), "Kölefjes" (Peter Kolb) bzw. "Jues-Hannes" (Johann Kolb) genannt. Die Kinder des letzteren hießen dann etwa Jues-Hannes Heinrich, JuesHannes Franz usw. wobei zu bemerken ist, daß Jues = Joest = Jodukus ist.
Interessant ist, daß von den fünf Familien Kölschbach, die ursprunglich zweifellos aus der bereits genannten Ortschaft gleichen Namens stammen, ver auch im Volksmund so hießen, während die fünfte nach dem Mädchennamen der Frau, "Lenz" benannt wurde, die aus Hoppengarten zugezogen war. Auch die Beckers nannte man nach der Mutter "Hansmanns" die aber über Dreisel gebürtig war, ebenso wie die Kinder des Franz Kammerich nach seiner Mutter "Koch" hießen.
Von den dreimal vorkommenden Namen hießen die Altwickers Joest und Röhrig auch i Volksmund so, während  von den drei Familien Heiden eine nur als "Vetterjes" bekannt war. Auch die doppelt vorkommenden Namen Busch, Christgen, Koch, Ottersbach, Schmidt und Simon wurden so gerufen, wie sie tatsächlich hießen.
Blieben noch folgende verhältnismäßig viele Namen übrig, die in Dreisel damals nur einmal vorkamen, so daß ja auch kein Grund zu einer anderen Benennung gegeben war: Bestgen, Dohle, Dressler, Hermes, Hombach, Honrath, Hundenborn, Kemmerling, Links, Linz, Lütz, Manns, Rossenbach, Salz, Seifer, Speer und Weber. Lediglich die Familie Görgen war unter dem Namen "Mechels" (von Michael) bekannt und Herr Pauly als "Grittjesmann.  (=Mann der Gretchen). Wir Kinder des langjährigen Dreisler Lehrers Anton Schmitt waren, wie das ja auch anderswärts der Fall ist, einfach die "Lehrersch".  
Zusammenfassend ergibt sich, daß von den knapp 400 Einwohnern die Dreisel zu Anfang unseres Jahrhunderts hatte, mindestens die Hälfte nicht so genannt wurden, wie sie wirklich hießen. Ähnlich ist es auch heute noch,, wobei man allerdings bedenken muß, daß in jüngster Zeit gar mancher Zuzug erfolgt ist, was auch daraus hervorgeht, daß die Einwohnerzahl des Dores auf 450 gestiegen ist.

  

Autor des Textes: Heinrich Schmitt (Bocholt i. W.) Heimatblätter des RSK 1950)

  1. Von der Domäne Gauchel zum Gut Schöneck -ab 1582-
  2. Zisterzienserinnenkloster Herchen (Herchingen) ab Anno 1246
  3. I. Die Gründung des Klosters Herchen
  4. II. Mitglieder des Konvents im Kloster Herchen

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