Foto der Bröltalbahn 1870




Foto: Bröltalbahnhof 1926

 



Dampflok bei der RVAG

 


Foto: Frank Nowotny

Zillertalbahn in Mayerhofen in Österreich, die Lok vom Typ D12 stammt von der Bröltalbahn 

 

Fotos vom Ausbau der Bröltalbahn

 

Geschichte

15.9.1862 Fertigstellung der Brölstraße (bis Ruppichteroth)
Nachdem an diesem Tage die Fertigstellung der Brölstraße von Hennef – Waldbröl durch Mitteilung im Amtsblatt offiziell bekannt gegeben wurde, wurden an den „Hebestellen“ in Bröl, Schönenberg und Ziegenharth Mautgebühren für die Benutzung der Brölstraße erhoben.
Die wirtschaftliche Bedeutung der neuen Straße lag darin, dass sie nun den billigeren und schnelleren Transport von Kalk, der nicht nur zum Hausbau, sondern vor allem als Düngemittel in der Landwirtschaft benutzt wurde, aus den Kalkwerken in Ruppichteroth, Herrenbröl, Schönenberg und Hänscheid (Benz 2011) in die Region Hennef/Siegburg/Bonn ermöglichte. Dies galt in gleicher Weise für den Abtransport der in den Ruppichterother Gruben gewonnenen Eisenerze.



Die Bröltalbahn wird als erste öffentliche Schmalspurbahn Deutschlands bezeichnet, weil ihre Spurweite gerade einmal 785 mm betrug. Bei der Staatsbahn beträgt der Abstand zwischen den beiden Schienen hingegen 1435 mm. Aber weil sich die Züge den engen Weg durch das Bröltal mit den anderen Verkehrsteilnehmern teilen mussten, wurde die Strecke der Bröltalbahn so platzsparend wie möglich angelegt.


Die Pferdebahn Hennef – Ruppichteroth

Im Jahr 1825 wurde durch Johann Wilhelm Windgassen (1779-1852) mit dem Bau der Friedrich-Wilhelms-Hütte an der Mündung der Agger in die Sieg begonnen. Neben einer verlässlichen Wasserversorgung durch den zu diesem Zweck ausgebauten älteren Troisdorfer Mühlengraben war das Eisenhüttenwerk vor allem auch auf gute Transportwege für seine benötigten Rohstoffe und seine Produkte angewiesen. Um 1830 wurden bei Ruppichteroth Eisenerzvorkommen gefunden, deren Erschließung für die von dort gut 30 Kilometer entfernte Friedrich-Wilhelms-Hütte von großer Bedeutung war.

Sie fuhr ab 1862 zunächst von Ruppichteroth und brachte Rohstoffe nach Hennef, die dann weiter zur Friedrich-Wilhelms-Hütte nach Troisdorf transportiert wurden. Anfangs zogen Pferde die Züge.

Ab 1863 kamen Dampflokomotiven zum Einsatz. Die Bevölkerung war zunächst skeptisch, denn in der damaligen Zeit war eine Dampflok nichts Alltägliches.

Link: Brölbahnkreisel

 

Streckenverlauf und Objektgeometrie
Von Hennef aus querte die insgesamt 20,3 Kilometer lange und dabei etwa 100 Höhenmeter ansteigende Bahnstrecke die Sieg über die dazu neu erbaute Brücke zwischen Allner und dem Zufluss der Bröl bei Müschmühle und führte dann entlang der Brölbachs über die Ortschaften Bröl, Ingersauelermühle, Herrnstein, Büchel, Felderhoferbrücke und – ab hier dem Waldbrölbach folgend – über Schönenberg nach Ruppichteroth.

Geschichte der Lokomotiven
Die Lokomotiven 6 bis 13 der Bröltalbahn waren dreifachgekuppelte Schmalspur-Tenderlokomotiven.
Die Maschinen wurden von Arnold Jung Lokomotivfabrik 1891 bis 1892 gefertigt. Die Lokomotive 6 kam über die Trusebahn zur Deutschen Reichsbahn und erhielt 1949 die Betriebsnummer 99 4611.
Die in den Jahren 1891 und 1892 von der Arnold Jung Lokomotivfabrik an die Bröltalbahn gelieferten acht Lokomotiven war die erste größere Serie von identischen Fahrzeugen für die Bahngesellschaft. Dabei lehnte man sich an die Konstruktion der Maschinenbau-Gesellschaft Karlsruhe von 1884 (Bröltalbahn 5) an. Die Konstruktion bewährte sich, sodass von ihr auch je ein Nachbau an die Spessartbahn bzw. die Werkbahn der Basalt-Actien-Gesellschaft in Bad Honnef im Siebengebirge gefertigt wurden. 1899 wurden mit den Lokomotiven 14 bis 17 vier weitere Maschinen dieses Typs von Orenstein & Koppel geliefert. 
Mit der Anlieferung der Lokomotiven 31 und 32 sowie 51 bis 52 im Jahr 1923 wurden die Lokomotiven 9 bis 12 ausgemustert. Die Lokomotiven 7, 8 und 13 wurden 1953 ausgemustert.


Der Anfang vom Ende der Bröltalbahn

 









 










 



 

 

 

 

Chronik vom Bau der Eisenbahnverbindung Köln-Gießen 1845 

 

Chronik Eisenbahngeschichte von Herchen bis Schladern

 

Quelle:
Eisenbahnmuseum Asbach
Archiv RSK
Wolfgang Clössner

Autor : Karl L. Raab