update: 13.06.2025


 
Das heutige Wappen von Windeck

 


Dieses Sandsteinwappen zierte die Ostseite des Schlosses Windeck


Der Gemeinde Windeck ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Köln vom 4. Mai 1972 das Recht zur Führung eines Wappen verliehen worden. Das Gemeindewappen zeigt einen schreitenden roten Löwen mit blauer Krone, blauer Zunge und blauen Krallen. 



Das Wappen der Ritter von Huen und der Familie von der Lippe

 

 

Im Amt Windeck hat es 3129 beglaubigte Ritter und Sattelgüter gegeben:

Rittergüter:
Broich, 
Wilbringhoven, Mauel, Niedeck, Spitzenburg, Isengarten, Au (bei Morsbach), Wippe (nähe Volperhausen), Markelsbach, Hillesheim, Steinhaus, Scheid, Leuscherath, 
OverbachVogelsangen, Alpe, Freckhausen, Sotterbach,
Hüngringhausen, Derschlag, Spurkenbach, Dreslingen, Hof, Much, Bitzen, 
Schmerbach, Reichshof, Eckhagen, Diezenkausen, Ellingen, Volperhausen

Diese sind in der Mercatorkarte verzeichnet: Mercatorkarte

Sattelgüter:
Alpe (Aggerhöfe), Freckhausen, Sotterbach, Hüngringhausen, Derschlag, Spurkenbach, Hof (Rosbach), Much, Bitzen, Schmerbach


Andersartige Güter:
Diezenkausen und Ellingen
Diezenkausen, ein Weiler von 104 Einwohnern, hat dem adeligen Geschlechter derer von Dietzenkausen den Namen gegeben.
Roderich von Dietzenkausen bestätigt den Empfang von 50 alten Schilden (Schilddukaten) durch den Lombarden (Geldverleiher) Volkhard auf Grund einer von seiner Frau herrührenden Forderung von 100 alten Schilden an die jungen Gräfinnen und Grafen von Berg und Ravensberg.
Gegen Ende des 15. Jahr. heiratet Peter von Merscheid, genannt Hillesheim, Margarete von Dietzekusen, genannt Ellingen, Tochter des Peter von Dietzekusen. 

 

Amtmänner von Windeck:

1362 Gerhard von Wildenburg
1388 Wilhelm Stael von Holstein
1404 Ludwig von Lülsdorf
1433 Wilhelm von Nesselrode, Burg Herrnstein
1474 Bertam von Nesselrode
1510 Heinrich von Nesselrode
1526 Wilhelm von Nesselrode
1542 Johann von Selbach zu Crottorf
1551 Johann von Nesselrode
1570 Adolf von Nesselrode
1592 Bertram von Nesselrode
1626 Adolf von Nesselrode
1634 Bertram von Nesselrode

Unter den letzten Amtmännern die Amtsverwalter:
1561 Johann von Lützenrod
1580 Johann Franz von Lützenrod
1612 Heinrich von Quadt zu Isengarten
1619 Philipp Wilhelm von der Lippe
1620 Friedrich von der Lippe
1622 Bertram von Lützenrode
1622 Walramus Scheiffart
1625 Wilh. von Merscheidt, gen. Hillesheim
1730 Graf Adam von Velbrück

 

 

 Herrlichkeit Windeck

Grafen von Nesselrode

Adolf von Jülich und Berg verpfändete aus Geldnot aufgrund vieler Fehden 1435 auch Burg und Herrlichkeit Windeck 
an Wilhelm von Nesselrode d. J. (seinen Amtmann seit 1431) für 10.000 Gulden. Als solcher war Wilhelm dazu verpflichtet, die Burganlage instand zu halten. Allein zwischen 1443 und 1445 gab er dazu 5530 oberländische Gulden aus. Weitere kostspielige Ausbesserungen durch die Familie von Nesselrode folgten bis 1515. Nachfolger waren 1474 bis 1510 der jüngste Sohn Bertram von Nesselrode, dessen Neffe Heinrich von Nesselrode (1510–1513), dessen minderjähriger Sohn Wilhelm von Nesselrode in Teilunion mit dem Bruder Mauritius von Nesselrode (1515–1528).

 

 

Der erste Anfang des Amtes ist im Burgbezirke Windeck zu suchen. Die Burg hatte anfänglich einen vorwiegend militärischen Zweck. Der Befehlshaber der Burg, dem eine gewisse Anzahl von Burgleuten und niederer Mannschaften unterstand, hatte für den Schutz derselben Sorge zu tragen. In besonderen Fällen konnte eine noch größere Besatzung für die Burg aufgeboten werden. Der Verwalter, nach der Bildung des Amtes Amtmann geheißen, ein Ritterbürtiger, war vom Burgherrn, dem Grafen von Berg, mit der oben bezeichneten Pflicht eingesetzt. Von der Burg (castrum oder castellum) erhielt er den Namen catellanus, welcher Name jedoch in der Hälfte des 14. Jahrh. außer Gebrauch kam, auch die Burgleute wurden castellani genannt. So werden erwähnt 1174 die castellani des neuen Schlosses Windeck. 
Aus der großen Zahl der Burghäuser, die Schloß Windeck in weitem Umkreise umgaben, läßt sich die Bedeutung dieses Schlosses erkennen. 

 

   

722 

Der Auelgau und seine Grafen

 

 

 

 

 

1131

Die Burg Dattenfeld  

 

 

 

 

1174 

Die Burgen und das Schloss von Windeck 

 

 

 

Die Dattenfelder Rittersitze 

 

 

 

 

Spitzenburg in Dattenfeld, Burg Broich und Niederungsmotte in Altwindeck 

 

 

 

Der Rittersitz Niedeck in Dattenfeld

 

 

 

Der Rittersitz Wilberhofen 

 

 

 

Der Rittersitz Wilberhofen und Broich 

 

 

 

1200 

Die Ritter von Huen

 

 

 

1363 

Rittergeschlecht von Broich

 

 

 

1400 

Ritter Huhn und die Fam. von der Lippe, gen. Hoen

 

 

 

1448 

Die Huensche Burg zu Wilberhofen

 

 

 

 
1557
 

Die Burg Mauel 

 

 

 

1721 

Die Familie von Ley

 

 

 

 
Versorgungshöfe und Klöster

 
 1131

Kloster Herchen und Klosterhof Richartzhohn 

 

 

 

 

1138

Burgsitz, Freigut Allmende zu Röcklingen

 

 

 

 

1577

Burghaus Hof in Rosbach 

 

 

 

 

1461

Haus Schladern und Kloster Ehrenstein

 

 

 

 

1870



 

Haus "Burgwiese" in Altwindeck, wie der Name es schon sagt, gehörten der Grund und auch das Haus früher zur Burg. Es wurde von einem Herrn Fugger etwa 1870 erbaut. der jetzige Besitzer erwarb es nach dem Krieg. Auf der Wiese dürften früher auch Pferdeställe gestanden haben, bevor die Alte Burg, vermutlich im Dreißigjährigen Krieg, endgültig zerstört wurde.

 
1575
 

 

 

Rossel, Roßauwel, Roß und auwell von Ebene,  Rossel auf der Mercatorkarte 1575, vermutlich Pferdewiesen der Ritter, auch von der Burg Windeck. 
Wilhelmus Joest zu Hoppengaten gibt Von zwey orthen so Von Reuter herkommen, untig (unterhalb) roßel (heute Rossel) in der ohligs wies (Ölwiese) gelegen.

 1461  

 

Burg Hoppengarten 

 




Niederungsmotte am Beuel in Dattenfeld


so könnte sie ausgesehen haben, Zeichnung Bruno Althoff


Die Motte am Beuel in Dattenfeld


Die Niederungsmotte am Beuel in Dattenfeld
 , diese ehemalige Holzburg am Beuel in Dattenfeld ist kaum dokumentiert. Lediglich berichtet Bruno Althoff über die kleinste aller Windecker Burgen: Sie liegt am Windecker Bach (Kottenbach, Köttelbach, hart an der Böschung der Eisenbahnlinie. Es handelt sich um einen länglichen fünf mal zehn Meter messenden Hügel, der 1,80m hoch ist. Der Hügel ist von dem nach Süden nicht ansteigenden Hang durch eine künstliche Böschung abgetrennt, die in seiner Nähe einen etwa 7 m breiten Graben bildet. Auf dem Hügel stand ein Burghaus, das eine geringe Grundfläche hatte, kaum mehr als 2,5 m im Quadrat und war bis auf drei bis vier Stockwerke hochgezogen.


Die Margarethenburg in Schladern/Dreisel
 , Oberhalb des ehemaligen Hofes Stein, der 1855 beim Durchbruch an der Sieg und Schaffung des Wasserfalls abgerissen und auf das andere Ufer versetzt wurde, und auf dessen Platz jetzt die Elmores-Villa steht, liegen etwas seitlich versetzt rechts vom alten Verbindungsweg zwischen Hof Schladern und dem Kloster Ehrenstein und etwas unterhalb des Durchgangsweges von Dattenfeld über Dreisel und Mauel nach Rosbach im Hang Grengelsberg die Fundamente und der Schutt-Tumulus der ehemaligen Margarethenburg. Wie der Hof Stein gehörte auch diese Burg oder Hangmotte zum Besitz der Familie von der Lippe genannt Huen. Es ist zu vermuten, daß diese Hangmotte ursprünglich zur Überwachung und Kontrolle der umstrittenen Grenze zwischen der Grafschaft Sayn und der Grafschaft Berg gedient hatte.
Die Grafen von Velbrück, in dessen Hände sie durch Heirat geriet, abreißen und das brauchbare Material zur Erweiterung und Renovierung der Burg Mauel verwenden. Man kann davon ausgehen, daß der Hof Gauchel (heute Schöneck) mit der Burg als Versorgungshof verbunden war.


Der Rittersitz Scheuren in Schladern
 , Haus Siegestal oder der Untere Hof: In der Mercatorkarte von 1575 ist dort, wo sich heute der Untere Hof in Schladern befindet und wo eine ca. 450-jährige Eiche steht, die um die der Kartenfertigung durch Arnoldus Mercator gepflanzt worden sein könnte.  In mehrfachen Schenkungsurkunden des Hofes Schladern an das Kloster Ehrenstein von 1447 und 1448 taucht neben dem Hof zu Schladern mit Wohnhaus, Scheunen und Umland ein Bergfried auf.
Ähnliches gilt für Haus Scheuren oder den Oberen Hof, den Hof "Zur Schüren" auf der Mercatorkarte, seit 1820 Oberer Hof genannt, ohne das dort Reste eines Bergfries zu finden sind. Dafür taucht aber auf den Rheinischen Ritterzetteln des 15. und 16. Jahrhunderts ein Ritter Kurt von Scheuren auf, der in den Legendensammlungen der Burg Windeck eine Rolle spielt. Es spricht einiges dafür, dass der Ritter von Scheuren mit seiner Familie im Hof Scheuren gelebt hat und im Festen Haus Siegestal seine Schutzburg war für Kriegszeiten.

 


Hof Stein
Oberhalb des Hofes Stein, Gauchel gegenüber, an dem Wege von Mauel nach Dreisel, liegen auf der unteren Terrasse des Grengel- Gruelberges bedeutende Steinmassen, welche an etlichen Stellen das Vorhandensein einiger Türme andeuten.Die Überlieferung im Munde des Volkes bezeichnet dieselben als die Trümmer des Stammhauses der Familie Huen oder Hun.Die obere Terrasse wird als der Burggarten angesehen. Der ganze Bergabhang nebst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrh. im Besitz des Grafen von Velbrück zu Mauel war. Der Burgsitz der Familie Huen wurde am Ende des Jahrhunderts zur Wiederherstellung der Burg Mauel abgetragen. 

 
1574































 

 

 

 

 


Burg Benzekausen bei Rosbach



Burg Benzekausen


Burg Benzekausen,  Die geheimnisvolle und kaum bekannte Burgruine Benzekausen in der Gansau bei Rosbach.  Der Mechthild v. Landsberg gehörte die Burg. Wer hat sie gebaut, wer hat sie zerstört, was steckt in den Gewölben darunter?  Der Freigraf von Benzekausen hatte seinen Arbeitsplatz beim Fehmegericht Alter Stuhl, 500 Meter Luftlinie weiter oben.

In alten Dokumenten über die sog. Erbenwäler heißt es:
Der Vogt von Benzekausen besaß z.B. 1574 in den Dattenfelder Gemarken 12 Gewalden für Bauholz, dafür soll er in den marken kein Brandtholz hauwen.
Aus den Weistümern geht hervor, daß etwa seit Mitte des 14. Jahrh. ein Vogt an der Spitze der Mark stand. Es erkennen die gemeinsamen Ganerben den Vogt von Benzekausen vor einen Schirm- und Gewaltherrn vor der Mark. Wenn jemand die Marken boffer ihrem alten Gebruch überfiele, so hat er sie darinnen  zu verthettigen. Falls jemand der Mark Schaden getan hat, dann so der Vogt "gan zu des Thetters Hauss undt so sich der Bruchhaftige nichtt von den Knechten und Ganerben Pfenden wollen lassen, alsdann soll der Vogt mitt gewaffneter Handt neben der Thür  her eingan und pfenden.

Die Herchener- oder Hohe Mark unterstand ebenfalls dem Vogt von Benzekausen. Später schienen diese Rechte auf den "Amtmann und Befehlshaber zu "Windecken" übergegangen zu sein, denn das Dattenfelder Weistums von 1574 setzt fest, daß der Vogt von Windeck "wann ein Ecker ist, durch alle Marken ein Durchdrift einer ziemlichen Zahl Schwein hat, die er auf seiner Misten gezogen hat. Er soll Macht haben, auff welcher Seithen der Sigen (Sieg) er durch die Mark dreiffen will".

Liegenschaften des Kloster Herchen 9. März 1250

 

Quellenverzeichnis