Wappen derer von Ley
Foto: Adam von Ley
Hinter dem Oberlicht der Vikarie zu Dattenfeld fand man nach Renovierungsarbeiten im Oberlicht der hinteren Haustüre zwei Wappenscheiben, worauf geschrieben stand:
Herr Adam Maximilianus von Ley, Doktor beider Rechte und Syndikus (Rechtsbeistand) der Freien Reichsstadt Köln, Ehefrau Gerrud von Sanders haben dies gestiftet.
Auf der anderen Scheibe stand:
Herr Franz von Ley, Doktor beider Rechte und Kanoniker im Kapitel von St. Andreas in Köln hat dies gestiftet 1741.
Es sollte nicht unerwähnt bleiben eine Familie von Ley, die zwar nicht hier gewohnt hat, aus Ellingen bei Morsbach stammte, aber in unserer Heimat Besitz und Einfluß hatte. Nach Oswald Gerhard kauft am 27. Okt. 1721 der Syndikus Adam Max von Ley den Rittersitz Wilbringhoven (Wilberhofen) für 2500 Kölnische Reichtstaler. Dieses Burganwesen hatte ursprünglich wie auch das Haus Broich vom Rittersitz Broich in Windeck (heute Altwindeck) der Familie Hoen gehört und bestand noch bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts.
Als 1731 die Huldigungsliste erstellt wurde, fehlte A. Max von Ley: „Herrn Statt Collnischen Doctor Leyen, Halbwinner zu Wilbringhoffen“ (E.Hundhausen, in Romerike Berge, 1967/68, Heft 1, August 1967, S.14).
Derselbe von Ley war auch um 1730 im Besitz des größten Teils der Spitzenburg, die in Dattenfeld v. Berg gestanden hat.
Adam Max von Ley war am 21. Okt. 1678 in Ellingen geboren und hatte in Köln hohe Ämter inne. 1744 schickte ihn der Rat der Stadt Köln als Gesandten nach Wetzlar, wo er schon am 1. August 1744 starb und im Chor der dortigen Pfarrkirche begraben wurde.
Autor: Karl Ludwig Raab
Textauszug aus Dattenfeld 895-1995

