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Der Auelgau, seine Grafen, das Amt Windeck mit den Rittergeschlechten von Windeck und ihre Burgen

 

 
Auelgau

Der Auelgau

 

 

Einleitung:

In der germanischen Urzeit zerfiel das Volk in vier Geburtsstände: Adelige, Freie, Hörige und Unfreie. Der Ursprung des ersteren verliert sich in dem Dunkel der Jahrhunderte. "Er setzte sich zusammen aus den Mitgliedern derjenigen Geschlechter, aus denen man die Könige, die Fürsten, die Priester zu nehmen pflegte." Unter dem Einflusse der politischen und wirtschaftlichen Wandlungen verschmolz der alte Geschlechtsadel zum Teil mit dem durch das fränkische Königstum aufgenommenen Dienstadel. Der später im Mittelalter vorhandene Geschlechtsadel istvon anderer Beschaffenheit und kann deshalb nicht für eine unmittelbare Nachkommenschaft jenes deutschen Uradels angesehen werden.

Der landständische Adel umschloß alle diejenigen, welche im Mittelalter Militares, Ritterbürtige, Schildbürtige - zum Schild - geborene - genannt wurden.
Die ritterbürtigen Personen waren gewissermassen zu einer Innung verbunden, die man Schildamt nannte. Zur Aufnahme in diese war eine Lehrzeit erforderlich, weshalb jinge Leute Schildträger, Wappener, Junker, Knechte, Knappen oder Buben des Ritters wurden. Im 14 Jahr. gegnügten sich viele Ritterbürtige, selbst Fürsten und angesehene Kriegsmänner zeitlebens mit der geringeren Würde, oder sie schoben doch den Ritterschlag bis in ein höheres Lebensalter auf. 
So erscheint Wilhelm Stael von Holstein, der am 12. Mai 1388 mit der Verwaltung des Amtes Windeck betraut wird, im Jahre 1366 ersten Male mit dem Titel Knappe.  

 

Aus den Urkunden des 13. Jahrh. ist ersichtlich, daß die Grafen von Jülich und Berg bei ihren Regierungshandlungen den Rat oder die Zustimmung gewisser Personen einholten. So ist von ministeriales und officiales, ferner von fideles (Ritterbürtigen) die Rede.

Wer der Vorrechte des Geschlechtsadels teilhaftig werden sollte, mußte erforderlichenfalls seinen Adel beweisen können. Als Grundlage diente die Ahnentafel, welche die Abstammung einer Person in aufsteigenden Linien väterlicher- und mütterlicherseits darstellt. Der Beweis der Ritterbürtigkeit wurde dadurch erbracht, daß jede in der Ahnentafel angegebene Person "zu Helm und Schild geboren", d.h. ein geborener Edelmann sei.

Zu den persönlichen Vorrechten im älteren Sinne, die allen Edelleuten zukommen, gehört das Recht, Wappen mit Helm und Schild zu führen. Die Ausbildung der eigentlichen Wappen, welches ursprünglich "Waffen" bedeutet, gehört dem Mittelalter an.
Den einzelnen Kämpfenden erkennbar zu machen, war notwendig geworden, als Helme in Gebrauch genommen waren, die vom Gesicht nichts mehr sehen ließen. Die westentlichen Bestandteile der Geschlechtswappen sind also der Schild mit seiner Wappenfigur und der Helm mit der Helmzier.

Die adeligen Familien bilden einen in sich geschlossenen Stand. Ein weiteres dem alten Geschlechtsadel eigenes Vorrecht bestand in der Zulassung zu den Ritterorden. Bei der Stiftung der Älteren waren Frömmigkeit und Tapferkeit maßgebend, die neueren Orden sind meistens durch die Prachtliebe der Höfe entstanden.

Zwei wesentliche Eigenschaften sind es, die den Begriff "Rittersitz" ausmachen: die Befestigung und der adelige Stand des Besitzers. 
 
Unter einer Burg versteht man den mittelalterlichen Wohnsitz eines Grundherren. Im 9/10 Jahrh. wechselte man von den Talburgen (Motte) zu den Höhenburgen, vielfach auf Felsnasen oder Bergrücken mit Burgplätzen wie auch in Alt Windeck. Im 10. / 11. Jahrh. waren die Adelsgeschlechter auf Herrenhöfen im Altsiedelland ansässig, umgeben von hölzernen Palisaden, schlichte Ein- oder Zweiräumige Holz oder Steinhäuser. Mit dem wachsenden Repräsentationsbedürfnis des Adels ließen sie ihre Wohnsitze in Höhenlagen errichten, als Distanzierung von der unteren Bevölkerung.

Die Burgruinen Alt Windeck und Neu Windeck wurden im damaligen Auelgau errichtet. (Reichsburg).

Bei der Burg Dattenfeld hat es sich  um einen königlichen Versorgungshof gehandelt für die Burg Windeck. Diese Burg hatte im 7. und 8. Jahrh. schon ihre richtige Funktion des Grenzschutzes gegen die Sachsen. 

 

Der Pfalzgraf und seine Bedeutung für den Auelsgau.

Unser jetziger Heimatkreis gehörte zwei verschiedenen Gauen an. Der größere südliche Teillag im Engersau (Angir = Engers, Angar = freie Ebene), während der nördliche Teil dem Auelgau (Aueler = Töpfer- Auelgasse in Siegburg).

Das Amt Windeck mit den Kirchspielen Leuscheid und Much gehörten zum Herzogtum Berg, das sich von der Ruhr bis zur Sieg und vom Rhein bis zur heutigen Provinzialgrenze gegen Westfalen erstreckte. Nach einer 1555 aufgestellten Übersicht enthielt es damals 18 Verwaltungsbezirke (Ämter oder Vogteien), 4 Hauptstädte: Lennep, Ratingen, Düsseldorf, Wipperfürth, welche allein mit den adeligen Besitzern der freien Gütern, seit dem 15. Jahrhundert Rittergüter genannt, den Landtag beschickten, um die jährlichen Steuern und andere allgemeine Angelegenheiten zu ordnen, 6 andere Städte: Blankenberg, Radevormwald, Solingen, Gräfrath, Mettmann, Gerresheim, 6 Freiheiten : Monheim und Erkrath mit Stadtrecht, Hückeswagen, Burg, Beyenburg und Angermund mit Landrecht, sowie 288 Landgemeinden, welche unter 78 Gerichte verteilt waren.

Ämter:
Windeck
Blankenberg
Vogtei Siegburg
Löwenberg
Lülsdorf
Steinbach
Porz
Odenthal
Scheiderhöhe
Miselohe
Monheim
Angermund
Landsberg
Mettmann
Elberfeld
Solingen
Hilden und Haan
Beyenburg


Die Burgen, Ringwallburgen, Burgruinen, Burgstadel, Motten, Rittersitze, Nennburgen und ein Nennschloss in Windecker Ländchen.

 

Der Auelgau lag zwischen Siegmündung und Ahrmündung im Westen und Attendorn und Hachenburg im Osten.
Nachbarn waren Deutzgau (Tuzihgowe), Engersau (Engerisgowe), Haigergau (Heigeregowe) und Westfalengau 
(Westfalongowe) .

In merowingischer Zeit waren die Grafen die Oberbeamtem der Zentenaren. Am stärksten war die Grafschaftsverfassung in Gallien verankert.

Im fränkischen war ein Gau ein Verwaltungsbezirk, an dessen Spitze ein Graf (comes) der Gaugraf stand.
Der Gaugraf musste nach dem Willen des Kaisers für Recht und Ordnung sorgen.
Der Gau gliederte sich wiederum in Hundertschaften (Hohnschaften) auf. Sie gingen bis ins 19. Jahrh. in unsere Gemeinden über.
Auch hatte die Hundertschaft dafür zu sorgen, dass Räuber und Diebe dem Bezirk der Hundertschaft  fernblieben.
Auf der Thingstätte, die oft unter einer großen Eiche stand, war der Richtstuhl des Gaugrafen.
 
Ersterwähnung des Auelgau 722/723  -aualgawe- als im Bonner Traditionskodex von cassele die Rede ist.
Die 2. Erwähnung des Auelgau ist bei einer Schenkung an das Bonner Cassiusstift.

 




Wappen der Grafen von Sayn



Die frühereren Auelsgaugrafen als Besitzer der Burgen, früher als Robertiner genannt, später über Erbgang an die Popponen 722/723.

Robertiner genannt von Graf Rupert I., um 750 Graf im Oberrhein, Sohn von Lambert II. 706/715 706/715 Graf in Neustien.
Rupert Cancor, Sohn von Rupert I, 745 Graf im Oberrheingau.
Heinrich, 778 Graf im Lahngau, Sohn von  Rupert Cancor.
Heimerich, 802/812 Graf im Oberrheingau, Sohn von Heinrich.

Popponen von Poppo I, 818/839, Gaugraf, Sohn von Heimerich, Graf im Lahngau.
Heinrich I.,  Markgraf der Franken, Sohn von Popo I.
Heinrich II., Gaugraf im Auelgau bis 902, auch Helmrich genannt, Sohn von Heinrich I.

Schon 722 gehört das Gebiet des unteren Westerwaldes zum Auelgau.

Anm. Karl der Große hat ab 772 bei seinen Heerzügen  die alte Heerstrasse benutzt, und auch der fränkische Kaiser Ludwig I, der Fromme (ein Sohn Karls des Großen) im Jahre 840 der auf der alten Heerstrasse die durch den Westerwald zog.
Die Hohe Straße war für ihn die beste Verbindung von Köln zu Kloster Hersfeld und zu den Kaiserpfalzen im Osten des Reiches.

 





Wappen der Grafen von Thüringen

 

Der Auelsgau ist von den Popponen an die Konradiner gefallen.
Konrad der Ältere, 886 Graf im Oberlahngau, Markgraf in Thüringen, 903 Graf im Auelgau .
Konrad I., 881/918 Deutscher König bis 911 Graf im Auelgau. Sohn des Konrad des Älterern , Graf im Auelgau.
Erbfolge durch Eberhard, Bruder von Konrad I.,
Hermann I. von Schwaben, Vetter von Konrad I.

Eberhard III., Verwandter von Hermann I., nach desssen Tod fiel der Auelgau an die Ezzonen ,er hatte 2 illegitime Söhne, Konrad und Eberhard.
Konrad, Burggraf auf Alt-Windeck, dieser soll im Jahre 1147 mit in einen Kreuzzug gezogen sein.

Ezzonen
, Gottfried, 966/970 Graf im Auelgau, hat den Auelgau vom Fiscus übernommen, nach der Enterbung der Konradiner Konrad und Eberhard.

Da die Burg Windeck im Auelgau lag, ist anzunehmen, dass die Ezzonen dadurch auch die neuen Besitzer der Burg wurden, und die Konradiner nur noch Burggrafen waren. 

Hermann, Neffe von Gottfried, gest.996, Ezzo Graf im Auelgau, Sohn Hermanns, gest. 1034
Heinrich (gen.Furiosus), Neffe von Ezzo, gest. 1060
Hermann II., Sohn von Heinrich, gest. 1085.,  Auelgaugraf unter Vormundschaft von Kurköln
1064 als Auelgraf abgesetzt, Zerfall der Gaugrafschaften.

 

 

Wappen der Grafen Saffenberger


Nach dem Zerfall der Gaugrafschaften fiel Alt Windeck an die Saffenberger,
Hermann IV., Graf zu Saffenberg, aus der Ezzonen / Berger Linie.

Später dann an die "Werner" ,
Mathilde Werner verheiratet mit Giso III. v. Hollende. in 1. Ehe. In 2. Ehe mit Adabert Hollende verheiratet.
Als Mathilde v. Hollende 1110 verstarb, erbte ihr Sohn Giso IV. - Alt-Windeck-

 
dann an die Gisonnen - Bielsteiner und Thüringer (Die von"Hollende" werden als Gisonnen bezeichnet,
Giso IV. von Hollende 1085/1090, durch seine Heirat mit Kunigunde v. Bilstein gingen die Besitzungen Windeck in die Altenwieder über.





Wappen der Grafen von Bielstein


Kunigunde von Bilstein, Vater Ruker II. von Bielstein.
Kunigunde heiratete Giso IV. von Hollende. Kunigunde heiratete zum 2. Mal den Heinrich I.  (Raspe) von Thüringen ,1138 Urkunde, lies sich auf dem Michelsberg in Siegburg begraben.
Hedwig, Tochter von Kunigunde aus 1. Ehe mit Giso I. von  Hollende erbte Altenwied und Alt-Windeck,
heiratete Ludwig I. Lgr. von Thüringen


Durch ihre  Heirat  wurden die Windecker u. Altenwieder vereinigt. 
Heinrich Raspe II., zweitältester Sohn von Ludwig I.,
Ludwig II, Sohn von Ludwig I., Sohn Heinrich Raspe III. erbte Altenwied und Neu-Windeck.
Ludwig III., Sohn von Ludwig II.,  seine Tochter war Jutta von Thüringen, heiratete zum 2. Mal Dietrich von Landsberg, aus dieser Ehe wurde Mechthild von Landsberg geboren.  Sie heiratete Heinrich III. zu Sayn.

Die Schwester von Dietrich von Landsberg war die Mutter der heiligen Hedwig, und eine Tante der heiligen Elisabeth. Was Hedwig für Schlesien und Elisabeth für Thüringen bedeutete, das war Mechthild, die auf Windeck geborene Tochter Jutta , für die Sieggegend und darüber hinaus bedeutend war. Unbestritten ist sie eine der bedeutensten Frauen des 13. Jahrhunderts.

Im Jahr 1145 starb Graf Gerhard von Bonn, Vogt des Bonner Cassiusstiftes im Auelgau. In Eitorf hatte er seinen Landsitz.

Gräfin Mechthild von Landsberg bedachte im Testament von 1284 auch ihre Nonnen im Zisterzienser Kloster von Herchingen (Herchen). 


Die rivalisierenden Mächte an der Sieg, Sayn und Thüringen, verkörpert durch die Burgen von Blankenberg und Windeck, versöhnen sich durch die Vermittlung des Papstes und durch die Vermählung zwischen Heinrich III. von Sayn und Mechthid von Landsberg. Mechthild v. Landsberg vermachte Windeck dem Kölner Erzbischof Konrad v. Hochstade und dem Erzstift Köln für 2600 Mark (um das Jahr 1200 = 600 kg Siber). Darüber erhielt sie bis zu ihrem Tod (+1291).
41 Jahre lang eine Rente von 170 Mark jährlich. Das Vermächtnis war ein Teil ihres thrüringischen Erbes. Sie wollte vermeiden, dass auch ihr Land an den Sponheimer fiel. Die mächtigen Kölner Erzbischöfe und Kurfürste Konrad v. Hochstaden und später Engelbert I. v. Berg garantierten der Witwe darüber hinaus Schutz innerhalb der Mauern von Köln.  Ihre Ehe 
hat das Siegtal zeitweise geeint und zu einer großen Blüte geführt. 

Nach  dem Tod Gisos IV.    und bis zu ihrer Heirat mit Heinrich Raspe I. ist Windeck und Altenwied wieder an Kunigunde gefallen.   

Kunigunde v. Hollende 
1130/1140 erbte Altenwied und Alt-Windeck.

Ab 1125 übernahmen die Grafen von Berg die Herrschaft über große Gebiete im Auelgau.
Sie wurden Vögte von Siegburg und der Abtei sowie der Bonner Stifte (vor allem St. Cassius).  Überall besaßen sie Allode. 1363 fielen auch Burg und Amt Blankenberg an Graf Wilhelm II. v. Berg. Sein Herrschaftsgebiet erstreckte sich nun von der Hohen Straße bis weit nach Norden bis zur Ruhr. Die Grafen und Herzöge von Berg regierten in unserer Heimat bis zum Jahre 1806.

Etwa ab 1139 gehörten Blankenberg und Eitorf zum Gebiet der Grafen Heinrich I. und Eberhard I. v. Sayn. Diese sahen sich als die Rechtsnachfolger der Ezzonen. Mit dem Ende des Gaugrafentums hatten sie sich als Territorialherrscher des Unteren Westerwaldes das angrenzende Gebiet des südlichen Auelgaus, Eitorf und Blankenberg, angeeignet. Die junge Dynastie baute in Blankenberg eine gewaltige Burganlage.

Östlich , nur wenig entfernt, begann das Gebiet der Landgrafen von Thüringen, von diesen gesichert durch die festen Burgen Freusburg, Windeck und Altenwied.

Auf einem Hoftag zu Koblenz vermittelte  Erzbischof Albero von Trier 1152 einen Frieden zwischen den  Kontrahenten. Mit dem Erwerb der Vogtei Bonn und der Bonner Stifte St. Cassius erhielten die Sayner einen bedeutenden Machtzuwachs im nördlichen Westerwald. 

 

 

Wappen Kurköln 


1275 Erbliches Lehen an den Kurköln von Alt Windeck, Adolf IV. v. Berg, Herr von Windeck.

1363 fielen auch Burg und Amt Blankenberg an Graf Wilhelm II. von Berg. Sein Herrschaftsgebiet erstreckte sich nun von der Hohen Straße bis weit nach Norden bis zur Ruhr.

 





Wappen der Herzöge von Berg

 


Regententafel von Berg bis zum Aussterben des Pfalz-Neuburgischen Hauses:

Das altbergische Haus:
 
Adolf von Berg um 1068, und Eberhard
Adolf I,  Sohn von Adolf, Graf von Berg, gest. 1152
Adolf II, Sohn von Adolf I, Graf von Berg, gest. 1160


Engelbert, Sohn von Adolf II.,
Engelbert Sohn von Engelbert, Stifter der märkischen Linie, die 1398 in Kleve, 1511 in Jülich und Berg zur Herrschaft gelangt, Erzbischof von Köln, ermordet 1225,
Adolf III.,  Sohn von Engelbert, gest. 1218, 

 



Wappen der Herzöge von Limburg


Herzöge von Limburg:
Tochter Irmgard, von Adolf III., vermählt mit Heinrich von Limburg,
Sohn Adolf IV., gest. 1259 


Adolf V.,  Sohn von Adolf  IV., Der Sieger bei der Schlacht von Worringen,
Heinrich von Windeck, Sohn von Adolf IV.
Wilhelm I., Sohn von Adolf IV.

Adolf IV., Sohn von Heinrich von Windeck,

Margarethe von Ravensberg, Tochter von Heinrich von Windeck

 

 

 


Wappen Herzöge von Jülich Berg



Herzöge von  Jülich-Berg

Die Grafen im Jülichgau

 


Margarethe und Gerhard I. am Altenberger Dom



Margarete von Ravensberg-Berg,  Tochter von Margarete von Ravensberg , vermählt mit Gerhard I. von Jülich, gest. 1360, Sohn des Grafen Wilhelm V. von Jülich.
Wilhelm II., Sohn von Gerhard I. , Herzog von Berg, gest. 1408

Adolf VII., Sohn von Wilhelm II,
Wilhelm III., Sohn von Wilhelm II.


Die Grafen ud Herzöge von Berg regierten in unserer Zeit bis zum Jahr 1806.  



Foto: Gräfin Margarete von Windeck


Gräfin Margarete von Windeck, vermählt mit Heinrich dem Eisernen, dadurch wurde sie zur Gräfin von Waldeck, ihre Eltern Gerhard der I. von Jülich, Berg und Ravensberg und Margarete. 


In einer alten Bibel zu Windeck fand man einen handschriftlichen Zettel, wobei es sich um die Abschrift eines Zeitungsartikels aus dem Jahre 1877 handelte, dessen Worte hier folgen möge  "Die Entdeckung des herrlichen Fresko Gemäldes unter dem Kalkanstrich der Düsseldorfer Lambertuskirche ist die Auffndung der lebensgroßen Statue einer Bergischen Landesfürstin, der Margarete von Windeck vorangegangen und wurde wegen der himmelsblauen Farbe ihres Gewandes im Munde des Volkes die blaue Margarete genannt. Es war die 1384 verstorbene Tochter des Grafen Heinrich II. von Windeck, welcher auf des noch erhaltenen Schloss Windeck an der Sieg wohnte. Eben dort geboren, vereinigte Margarethe als mit dem dem Tod ihres Oheims des Grafen Adolfs von Berg die männliche Nachkommenschaft des Bergischen Stammes aus dem Hause Limburg erlosch, als Ertochter die Herrschaften Berg und Windeck und wurde Stammtochter von Jülich und Berg.
Mit seiner Frau Margarete hatte Adolf IV., Sohn von Heinrich von Limburg, 4 Söhne. Konrad, Adolf V., Wilhelm und Heinrich von Windeck.

 


 Grabmal der Gräfin Margarete von Windeck (gest. 1384)


Er hatte einen Sohn Adolf V., er wurde in der kaiserlosen Zeit in manche Fehde verwickelt. So waren die Herren von Dattenfeld im Schauplatz eines heftigen Kampfes zwischen ihm und Konrad von Elvervelde verwickelt, unter den Rittern hatte er sich besonders ausgezeichnet.  
Schlacht bei Dattenfeld auf dem Breitenfeld, gegen den Grafen Konrad von Elvervelde, so dass "man bis zum Knie im Blute gewatet".



Wappen von Windeck

 

Das Amt Windeck mit den Rittersitzen und Burgen in Windeck 

 

 

 

Autor des Textes: Karl. L. Raab

Quellenverzeichnis

 

Das Großherzogtum Berg

200 Jahre Großherzogtum Berg (1806) 

Wappen der Herzöge von Berg

 

Die territoriale Entwicklung des Herzogtums Berg


Karte Rheinprovinz, Prof. Dr. Hermann Aubin, Köln / Bonn 1926

 

Die Entstehung des Großherzogtums, zuvor Herzogtum, war eine Folge der der französischen Revolution mit der Folge, dass Napoleon Kaiser eines liberalen Frankreichs wurde, in dem der Adel entmachtet worden war.

 


Napoleon Bonaparte, Kaiser der Franzosen



Französische Revolution und Preußens Gloria um das Amt Windeck




Wappen der Grafschaft Wildenburg


 

Wappen der Herzöge von Sayn

 

Betroffen waren in der Region die Reichsherrschaft Gimborn-Neustadt sowie ebenfalls die Grafschaften Wildenburg und Sayn- Homburg.


Mit Dekret vom 28. 3. 1806 wird allen bergischen Einwohnern erklärt, dass die Herrschaft gewechselt habe. 



Daneben hatte es bereits früher Veränderungen gegeben. Zur früheren Herrschaft, d.h. dem Hause Wittelsbach, gehörte ehemals

 


Wappen der Grafen Wittelsbach

 


Wappen Herzogtum Jülich Berg

 

noch das Herzogtum Jülich. Dieses war aber seit 1794 schon französisch besetzt, seit 1801 annektiert und der französischen Republik einverleibt. Seine Einwohner waren nun französische Staatsbürger.

Erinnerung an die Wittelsbacher in Düsseldorf: Statue mit Jan Wellem vor dem Rathaus.

 

Das Entstehen eines strategisch wichtigen Pufferstaates auf dem rechten Rheinufer.

Der siegreiche erste Konsul Napoleon kann infolge seiner Siege den Besiegten gegenüber nun seine Ideen durchsetzen und dazu gehört auch die Errichtung eines Pufferstaates auf dem rechten Rheinufer, der Frankreich von der östlichen Großmacht Preußen trennen sollte. Preußen hatte sich 1805 klug abseits gehalten, als der mittlerweile aus eigener Machtfülle zum Kaiser der Franzosen aufgestiegene Napoleon in der Drei- Kaiser-Schlacht von Austerlitz die Gegner Österreich und Russland bezwang. Es folgen auf dem eingeschlagenen Weg weitere Umwälzungen: Bayern tritt Berg ab, später gibt Preußen Kleve dazu und fertig ist ein passables Territorium. Es geht an den treuen alten Mitstreiter und Verwandten Murat , der nach einer Belohnung lechzt und neben dem die ehrgeizige Schwester des Kaisers, Karoline, steht.

Die diplomatischen Ränke sind grotesk. Eigentlich hat Napoleon zugestanden, dass er Berg an einen deutschen Reichsfürst geben kann. Darüber setzt er sich hinweg und übergeht diese anfängliche Klausel, indem er „den Fürsten Joachim“ beglückt. Als Reitergeneral ist dieser zwar nicht gerade ein Fachmann für Staatsverwaltung und Reformpolitik, wie sie dem Kaiser vorschweben, der ihm deshalb Fachminister aus Paris zugesellt, die ihn beraten, aber ebenso kontrollieren sollen. Denn alle Verwandten, die er auf Throne setzt, sind eigentlich seine Statthalter, Vertreter französischer Interessen.

Die neue bergische Verwaltung. Murats Expansionsgelüste.

In Berg kann sich der neue Regent, der am 24.3.1806 in seine neue Hauptstadt Düsseldorf einzieht, neben den französischen Beratern auch auf bewährte Beamte des vorigen Regimes stützen. Es sind Fachleute, die das Land und seine Institutionen kennen. Sie sind den eindringenden französischen Ideen von Umgestaltung nicht abgeneigt oder unterwerfen sich den neuen Machtverhältnissen. Am 15. 3 waren sie vom Treueeid gegen König Max von Bayern in München entbunden worden.

Münze mit Joachim Murat, Herzog zu Berg und Cleve

Münze mit Joachim Murat, Herzog zu Berg und Cleve

 

Die folgenden zwei Jahre nutzt Murat, um Macht, Einfuß und Einkommen ständig zu erweitern. Mit dem anfänglichen Herrschaftsbereich war er nämlich unzufrieden. Auch nach Ansicht seiner Frau hatten andere besser abgeschnitten. Immerhin waren ja drei neue Königreiche entstanden, in Holland für den Kaiserbruder Louis und für die Verbündeten in Bayern und Württemberg. Das Erweitern und Arrondieren nahm gleich von Anfang an seinen Lauf, wie die Besitzergreifung der an Berg angrenzenden kleinen Herrschaften zeigt, die am 28.3.06 befohlen wurde. Der Erwerb von Berg, von dem sich Bayern trennen konnte, bedeutete ja keineswegs, dass die Anrainer gleich mit kassiert werden konnten. Murat konnte zu seiner Entschuldigung – die keiner von ihm verlangte – allenfalls vorbringen, dass Bayern es mit seinen Anrainern ebenso machte. Der Habsucht waren unter dem Schlagwort Mediatisierung und Säkularisation alle Tore geöffnet.

 

Autor des Textes: Karl L. Raab

Quellenverzeichnis

 

Frühgeschichte

 

Durch die Römer wurde Gallien erobert und der linksseitige Rhein gegen die freien Germanen rechts des Rheins befestigt.

Hierbei entstand neben anderen die römische Garnisonstadt Bonn. Während die hiesigen Sugambrer durch römische Vorstöße vernichtend geschlagen wurden, siedelten sich andere germanische Stämme wie die Ubier später friedlich links des Rheines an und bekamen gegen Wehrdienste Land zugewiesen. Während der Römischen Kaiserzeit gehörte der heutige linksrheinische Teil des Rhein-Sieg-Kreises zur römischen Provinz Niedergermanien, während der rechtsrheinische Teil zum Gebiet des „freienGermaniens“ gehörte.

Im 5. Jahrhundert wurden die Römer durch die Franken verdrängt. In dieser Zeit begann die Besiedlung des heutigen
Kreisgebietes, später erfolgten die ersten Dorfgründungen und die Christianisierung.

Im Mittelalter gehörte das heutige Kreisgebiet zunächst zum Bonngau und zum Auelgau, später zu verschiedenen Herrschaften.

Linksrheinisch war das im Wesentlichen das Erzstift Köln, rechtsrheinisch die Grafen von Sayn mit den Burgen Löwenburg, Blankenberg und Windeck und vor allem die Herzöge von Berg. Daneben gab es noch zahlreiche Freiheiten für Klöster oder Freiherren, die in den einzelnen Kommunen näher erläutert sind.

Ab 1794 wurde das linksrheinische Gebiet von Frankreich besetzt, von 1798 an gehörte der linksrheinische Teil des heutigen Kreises zum Rhein-Mosel-Département. Unter französischer Verwaltung wurden am 12. Dezember 1808 die Leibeigenschaft und am 11. Januar 1811 das Lehenswesen abgeschafft. Neben der Neueinteilung von Verwaltungsgebieten Kantone und Mairien kam es auch zur Einführung der Hausnummern und der bürgerlichen Personenstandsregister (1798 linksrheinisch, 1810 rechtsrheinisch).

Der rechtsrheinische Teil gehörte von 1806 an zum Großherzogtum Berg.

 

 Autor: Karl Ludwig Raab

Die Rittergeschlechte von Homburg





Wappen der Grafen von Sayn



Wappen der Herzöge von Berg

Im 12. Jahrhundert bildete sich an der Bröl die Herrschaft von Homburg heraus. Während das ganze Oberbergische Land im Jahre 1152 den Grafen von Sayn zugefallen war, wurde aber bald der Besitz
durch eine nachlässigte Verwaltung immer kleiner.
Die Grafen von Berg drangen von der Burg Windeck aus immer weiter an der Wiehl und der Bröl vor. Da entstand an der Bröl ein neues Rittergeschlecht von Homburg, das den Erweiterungsbestrebungen der Bergischen Grafen, der Herzöge von Berg machtvoll entgegegentrat. Die Ritter von Homburg gaben Teile ihres immer wachsenden Grundbesitzes an andere Gutspächter zu Lehn und machten diese dienstpflichtig.


Wappen der Grafen von Wittgenstein



Durch Heirat erwarben sie 1257 das Amt Nümbrecht, 1360 die Grafschaft Wittgenstein, 1385 die Herrschaft und Vogtei Wiehl.

Als aber im 16. Jahrhundert die Versuche der Bergischen Räte auf Burg Windeck, das Land Homburg unter Bergischen Einfluß zu gewinnen, immer unerträglicher wurde, kam im Jahre 1604 eine Teilung der Herrschaft Homburg zustande.

Die Kirchspiele Waldbroel und Morsbach wurden bergisch. Die Kirchspiele Wiehl, Nümbrecht und Dattenfeld blieben Homburgisch.

Zum Kirchspiel Wiehl gehörte das Ordensland Marienhagen mit den zahlreichen Ortschaften in der Umgebung und an der Agger, so auch Remmelsohl. Der Orden war damals abgezogen,als dasKirchspiel Marienhagen protestantisch geworden war. Von nun an bildet das Homburgische eine geschlossene Grafschaft mit zentraler Verwaltung auf dem Schloss Homburg. Das Kirchspiel Marienhagen hatte 200 Jahre lang eigene Schultheißen, Steuerrezeptoren und Kirchmeister. Ja, sogar ein Kaiserlicher Notar hatte seinen Sitz in Marienhagen.

Als im Jahre 1815 das Homburgische dem Königreich Preußen einverleibt wurde, bildete das Kirchspiel Marienhagen einen Teil der politischen Gemeinde Wiehl.

Autor: Karl Ludwig Raab 

Das Amt Windeck, die Rittersitze, Burgen, Höfe, Klöster und Schloss in Windeck

update: 13.06.2025


 
Das heutige Wappen von Windeck

 


Dieses Sandsteinwappen zierte die Ostseite des Schlosses Windeck


Der Gemeinde Windeck ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Köln vom 4. Mai 1972 das Recht zur Führung eines Wappen verliehen worden. Das Gemeindewappen zeigt einen schreitenden roten Löwen mit blauer Krone, blauer Zunge und blauen Krallen. 



Das Wappen der Ritter von Huen und der Familie von der Lippe

 

 

Im Amt Windeck hat es 3129 beglaubigte Ritter und Sattelgüter gegeben:

Rittergüter:
Broich, 
Wilbringhoven, Mauel, Niedeck, Spitzenburg, Isengarten, Au (bei Morsbach), Wippe (nähe Volperhausen), Markelsbach, Hillesheim, Steinhaus, Scheid, Leuscherath, 
Overbach, Vogelsangen, Alpe, Freckhausen, Sotterbach,
Hüngringhausen, Derschlag, Spurkenbach, Dreslingen, Hof, Much, Bitzen, 
Schmerbach, Reichshof, Eckhagen, Diezenkausen, Ellingen, Volperhausen

Diese sind in der Mercatorkarte verzeichnet: Mercatorkarte

Sattelgüter:
Alpe (Aggerhöfe), Freckhausen, Sotterbach, Hüngringhausen, Derschlag, Spurkenbach, Hof (Rosbach), Much, Bitzen, Schmerbach


Andersartige Güter:
Diezenkausen und Ellingen
Diezenkausen, ein Weiler von 104 Einwohnern, hat dem adeligen Geschlechter derer von Dietzenkausen den Namen gegeben.
Roderich von Dietzenkausen bestätigt den Empfang von 50 alten Schilden (Schilddukaten) durch den Lombarden (Geldverleiher) Volkhard auf Grund einer von seiner Frau herrührenden Forderung von 100 alten Schilden an die jungen Gräfinnen und Grafen von Berg und Ravensberg.
Gegen Ende des 15. Jahr. heiratet Peter von Merscheid, genannt Hillesheim, Margarete von Dietzekusen, genannt Ellingen, Tochter des Peter von Dietzekusen. 

 

Amtmänner von Windeck:

1362 Gerhard von Wildenburg
1388 Wilhelm Stael von Holstein
1404 Ludwig von Lülsdorf
1433 Wilhelm von Nesselrode, Burg Herrnstein
1474 Bertam von Nesselrode
1510 Heinrich von Nesselrode
1526 Wilhelm von Nesselrode
1542 Johann von Selbach zu Crottorf
1551 Johann von Nesselrode
1570 Adolf von Nesselrode
1592 Bertram von Nesselrode
1626 Adolf von Nesselrode
1634 Bertram von Nesselrode

Unter den letzten Amtmännern die Amtsverwalter:
1561 Johann von Lützenrod
1580 Johann Franz von Lützenrod
1612 Heinrich von Quadt zu Isengarten
1619 Philipp Wilhelm von der Lippe
1620 Friedrich von der Lippe
1622 Bertram von Lützenrode
1622 Walramus Scheiffart
1625 Wilh. von Merscheidt, gen. Hillesheim
1730 Graf Adam von Velbrück

 

 

 Herrlichkeit Windeck

Grafen von Nesselrode

Adolf von Jülich und Berg verpfändete aus Geldnot aufgrund vieler Fehden 1435 auch Burg und Herrlichkeit Windeck 
an Wilhelm von Nesselrode d. J. (seinen Amtmann seit 1431) für 10.000 Gulden. Als solcher war Wilhelm dazu verpflichtet, die Burganlage instand zu halten. Allein zwischen 1443 und 1445 gab er dazu 5530 oberländische Gulden aus. Weitere kostspielige Ausbesserungen durch die Familie von Nesselrode folgten bis 1515. Nachfolger waren 1474 bis 1510 der jüngste Sohn Bertram von Nesselrode, dessen Neffe Heinrich von Nesselrode (1510–1513), dessen minderjähriger Sohn Wilhelm von Nesselrode in Teilunion mit dem Bruder Mauritius von Nesselrode (1515–1528).

 

 

Der erste Anfang des Amtes ist im Burgbezirke Windeck zu suchen. Die Burg hatte anfänglich einen vorwiegend militärischen Zweck. Der Befehlshaber der Burg, dem eine gewisse Anzahl von Burgleuten und niederer Mannschaften unterstand, hatte für den Schutz derselben Sorge zu tragen. In besonderen Fällen konnte eine noch größere Besatzung für die Burg aufgeboten werden. Der Verwalter, nach der Bildung des Amtes Amtmann geheißen, ein Ritterbürtiger, war vom Burgherrn, dem Grafen von Berg, mit der oben bezeichneten Pflicht eingesetzt. Von der Burg (castrum oder castellum) erhielt er den Namen catellanus, welcher Name jedoch in der Hälfte des 14. Jahrh. außer Gebrauch kam, auch die Burgleute wurden castellani genannt. So werden erwähnt 1174 die castellani des neuen Schlosses Windeck. 
Aus der großen Zahl der Burghäuser, die Schloß Windeck in weitem Umkreise umgaben, läßt sich die Bedeutung dieses Schlosses erkennen. 

 

   

722 

Der Auelgau und seine Grafen

 

 

 

 

 

1131

Die Burg Dattenfeld  

 

 

 

 

1174 

Die Burgen und das Schloss von Windeck 

 

 

 

Die Dattenfelder Rittersitze 

 

 

 

 

Spitzenburg in Dattenfeld, Burg Broich und Niederungsmotte in Altwindeck 

 

 

 

Der Rittersitz Niedeck in Dattenfeld

 

 

 

Der Rittersitz Wilberhofen 

 

 

 

Der Rittersitz Wilberhofen und Broich 

 

 

 

1200 

Die Ritter von Huen

 

 

 

1363 

Rittergeschlecht von Broich

 

 

 

1400 

Ritter Huhn und die Fam. von der Lippe, gen. Hoen

 

 

 

1448 

Die Huensche Burg zu Wilberhofen

 

 

 

 
1557
 

Die Burg Mauel 

 

 

 

1721 

Die Familie von Ley

 

 

 

 
Versorgungshöfe und Klöster

 
 1131

Kloster Herchen und Klosterhof Richartzhohn 

 

 

 

 

1138

Burgsitz, Freigut Allmende zu Röcklingen

 

 

 

 

1577

Burghaus Hof in Rosbach 

 

 

 

 

1461

Haus Schladern und Kloster Ehrenstein

 

 

 

 

1870



 

Haus "Burgwiese" in Altwindeck, wie der Name es schon sagt, gehörten der Grund und auch das Haus früher zur Burg. Es wurde von einem Herrn Fugger etwa 1870 erbaut. der jetzige Besitzer erwarb es nach dem Krieg. Auf der Wiese dürften früher auch Pferdeställe gestanden haben, bevor die Alte Burg, vermutlich im Dreißigjährigen Krieg, endgültig zerstört wurde.

 
1575
 

 

 

Rossel, Roßauwel, Roß und auwell von Ebene,  Rossel auf der Mercatorkarte 1575, vermutlich Pferdewiesen der Ritter, auch von der Burg Windeck. 
Wilhelmus Joest zu Hoppengaten gibt Von zwey orthen so Von Reuter herkommen, untig (unterhalb) roßel (heute Rossel) in der ohligs wies (Ölwiese) gelegen.

 1461  

 

Burg Hoppengarten 

 




Niederungsmotte am Beuel in Dattenfeld


so könnte sie ausgesehen haben, Zeichnung Bruno Althoff


Die Motte am Beuel in Dattenfeld


Die Niederungsmotte am Beuel in Dattenfeld
 , diese ehemalige Holzburg am Beuel in Dattenfeld ist kaum dokumentiert. Lediglich berichtet Bruno Althoff über die kleinste aller Windecker Burgen: Sie liegt am Windecker Bach (Kottenbach, Köttelbach, hart an der Böschung der Eisenbahnlinie. Es handelt sich um einen länglichen fünf mal zehn Meter messenden Hügel, der 1,80m hoch ist. Der Hügel ist von dem nach Süden nicht ansteigenden Hang durch eine künstliche Böschung abgetrennt, die in seiner Nähe einen etwa 7 m breiten Graben bildet. Auf dem Hügel stand ein Burghaus, das eine geringe Grundfläche hatte, kaum mehr als 2,5 m im Quadrat und war bis auf drei bis vier Stockwerke hochgezogen.


Die Margarethenburg in Schladern/Dreisel
 , Oberhalb des ehemaligen Hofes Stein, der 1855 beim Durchbruch an der Sieg und Schaffung des Wasserfalls abgerissen und auf das andere Ufer versetzt wurde, und auf dessen Platz jetzt die Elmores-Villa steht, liegen etwas seitlich versetzt rechts vom alten Verbindungsweg zwischen Hof Schladern und dem Kloster Ehrenstein und etwas unterhalb des Durchgangsweges von Dattenfeld über Dreisel und Mauel nach Rosbach im Hang Grengelsberg die Fundamente und der Schutt-Tumulus der ehemaligen Margarethenburg. Wie der Hof Stein gehörte auch diese Burg oder Hangmotte zum Besitz der Familie von der Lippe genannt Huen. Es ist zu vermuten, daß diese Hangmotte ursprünglich zur Überwachung und Kontrolle der umstrittenen Grenze zwischen der Grafschaft Sayn und der Grafschaft Berg gedient hatte.
Die Grafen von Velbrück, in dessen Hände sie durch Heirat geriet, abreißen und das brauchbare Material zur Erweiterung und Renovierung der Burg Mauel verwenden. Man kann davon ausgehen, daß der Hof Gauchel (heute Schöneck) mit der Burg als Versorgungshof verbunden war.


Der Rittersitz Scheuren in Schladern
 , Haus Siegestal oder der Untere Hof: In der Mercatorkarte von 1575 ist dort, wo sich heute der Untere Hof in Schladern befindet und wo eine ca. 450-jährige Eiche steht, die um die der Kartenfertigung durch Arnoldus Mercator gepflanzt worden sein könnte.  In mehrfachen Schenkungsurkunden des Hofes Schladern an das Kloster Ehrenstein von 1447 und 1448 taucht neben dem Hof zu Schladern mit Wohnhaus, Scheunen und Umland ein Bergfried auf.
Ähnliches gilt für Haus Scheuren oder den Oberen Hof, den Hof "Zur Schüren" auf der Mercatorkarte, seit 1820 Oberer Hof genannt, ohne das dort Reste eines Bergfries zu finden sind. Dafür taucht aber auf den Rheinischen Ritterzetteln des 15. und 16. Jahrhunderts ein Ritter Kurt von Scheuren auf, der in den Legendensammlungen der Burg Windeck eine Rolle spielt. Es spricht einiges dafür, dass der Ritter von Scheuren mit seiner Familie im Hof Scheuren gelebt hat und im Festen Haus Siegestal seine Schutzburg war für Kriegszeiten.

 


Hof Stein
, 
Oberhalb des Hofes Stein, Gauchel gegenüber, an dem Wege von Mauel nach Dreisel, liegen auf der unteren Terrasse des Grengel- Gruelberges bedeutende Steinmassen, welche an etlichen Stellen das Vorhandensein einiger Türme andeuten.Die Überlieferung im Munde des Volkes bezeichnet dieselben als die Trümmer des Stammhauses der Familie Huen oder Hun.Die obere Terrasse wird als der Burggarten angesehen. Der ganze Bergabhang nebst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrh. im Besitz des Grafen von Velbrück zu Mauel war. Der Burgsitz der Familie Huen wurde am Ende des Jahrhunderts zur Wiederherstellung der Burg Mauel abgetragen. 

 
1574































 

 

 

 

 


Burg Benzekausen bei Rosbach



Burg Benzekausen


Burg Benzekausen,  Die geheimnisvolle und kaum bekannte Burgruine Benzekausen in der Gansau bei Rosbach.  Der Mechthild v. Landsberg gehörte die Burg. Wer hat sie gebaut, wer hat sie zerstört, was steckt in den Gewölben darunter?  Der Freigraf von Benzekausen hatte seinen Arbeitsplatz beim Fehmegericht Alter Stuhl, 500 Meter Luftlinie weiter oben.

In alten Dokumenten über die sog. Erbenwäler heißt es:
Der Vogt von Benzekausen besaß z.B. 1574 in den Dattenfelder Gemarken 12 Gewalden für Bauholz, dafür soll er in den marken kein Brandtholz hauwen.
Aus den Weistümern geht hervor, daß etwa seit Mitte des 14. Jahrh. ein Vogt an der Spitze der Mark stand. Es erkennen die gemeinsamen Ganerben den Vogt von Benzekausen vor einen Schirm- und Gewaltherrn vor der Mark. Wenn jemand die Marken boffer ihrem alten Gebruch überfiele, so hat er sie darinnen  zu verthettigen. Falls jemand der Mark Schaden getan hat, dann so der Vogt "gan zu des Thetters Hauss undt so sich der Bruchhaftige nichtt von den Knechten und Ganerben Pfenden wollen lassen, alsdann soll der Vogt mitt gewaffneter Handt neben der Thür  her eingan und pfenden.

Die Herchener- oder Hohe Mark unterstand ebenfalls dem Vogt von Benzekausen. Später schienen diese Rechte auf den "Amtmann und Befehlshaber zu "Windecken" übergegangen zu sein, denn das Dattenfelder Weistums von 1574 setzt fest, daß der Vogt von Windeck "wann ein Ecker ist, durch alle Marken ein Durchdrift einer ziemlichen Zahl Schwein hat, die er auf seiner Misten gezogen hat. Er soll Macht haben, auff welcher Seithen der Sigen (Sieg) er durch die Mark dreiffen will".

Liegenschaften des Kloster Herchen 9. März 1250

 

Quellenverzeichnis

  1. Die Burgen und das Schloss von Windeck
  2. Die Burg Dattenfeld
  3. Die Spitzenburg und Burg Broich in Dattenfeld und Altwindeck
  4. Der Rittersitz Wilberhofen -1693-

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