Ein Bericht von Annelore Steinhauf geb. Thiel.
Foto der Fam. Stockhausen
Von rechts nach links:
Heinrich Stockhausen, Sohn Heinz, Mutter Katharina geb. Busch, Tochter Anna Thiel
Heinrich Stockhausen, mein Opa, war ein Original. Er liebte den Wald, die Natur, und er war der Patenonkel des berühmten Komponisten Karlheinz Stockhausen – Sohn seines Bruders Simon.
Die Musik unserer Zeit wäre ohne Karlheinz Stockhausen nicht denkbar.Stockhausen ist so etwas wie ein Synonym für Neue Musik.
Da die Mutter von Karlheinz Stockhausen nach dem 3. Kind an Kind-Bett-Fieber erkrankte, wurden Karlheinz und seine Schwester Kathi oft zu ihren Paten geschickt (Heinrich Stockhausen in Wilberhofen,
Katharina Heiden in Hoppengarten) oder zur Großmutter auf den Engelsbruch. (Kommt von Engel)
Foto aus den Sommerferien auf dem Engelsbruch (1936) mit Großmutter Katharina Stockhausen

Foto aus Hoppengarten anlässlich der Kommunion von Vetter Willi in Hoppengarten Ostern 1937
Vorne, zweiter von rechts : Karlheinz Stockhausen, hinten rechts : der Vater
Hintere Reihe links : Heinrich Stockhausen, Katharina Stockhausen,
Oben rechts : Anna Stockhausen (Mutter von Annelore)
Opa Heinrich und meine Mutter erzählten mir davon.
Karlheinz kam also oft zu Heinrich Stockhausen, seinem Patenonkel. Er lernte Wilberhofen in den 30er- Jahren bestens kennen. Später, als er schon berühmt war, besuchte er uns noch in Wilberhofen .
Zuletzt habe ich ihn erlebt, als Opa Heinrich 85 wurde. Ich fotografierte die beiden und Karlheinz kommentierte: „Das wird ein wichtiges Foto“.
Leider hatte ich nur eine billige Polaroid Kamera. Das Foto verblasste im Laufe der Zeit. Schade !
Foto am 85. Geburtstag von Opa Heinrich mit Patenkind Karlheinz Stockhausen
Opas Neffe und Patenkind wurde berühmt. Er beeinflusste sogar die Beatles. Auf dem berühmten Plattencover der Welt „Sgt – Pepper´s Lonely Hearts Club Band“ ist er zu sehen.
Obere Reihe – 4. Von links zeigt Karlheinz Stockhausen, bei z.B. Bob Dylan, Edgar Allan Poe, Fred Astaire, Tony Curtis, Marilyn Monroe, Stan Laurel, Karl Marx, James Joyce, Marlon Brando, Oscar Wilde…….
Seine erste Oper “Donnerstag aus Licht“ führte er 1981 in der Mailänder Scala auf. Das war das erste Mal, dass ein Werk noch eines lebenden Künstlers aufgeführt wurde.
Übrigens meine Mutter und ich waren zur Uraufführung eingeladen. Leider war uns das alles zu kompliziert.
Ich bereue es sehr, dass wir nicht gefahren sind. Vor 2 Jahren habe ich in Basel diese Oper „Donnerstag aus Licht“ gesehen.
Es war ein großes Erlebnis.
Geschichte der Stockhausen
Wie kommen die Stockhausen nach Windeck?
Ursprünglich sollen Stockhausens auf dem Rittersitz Stockhausen in der Nähe von Asbach im Westerwald zu Hause sein. Um 1500 waren schon Beziehungen zwischen dem Asbacher Land und Stockhausen im Windecker Land vorhanden.
Bis zum 30 jährigen Krieg lassen sich die Stockhausens in den Dattenfelder Kirchenbüchern verfolgen. Sie waren meistens „Ackerer“. Ihre Vorfahren stammten vom „verarmten Adel“ im Westerwald ab.
Philipp Stockhausen kam als Kurier vom Rittersitz Stockhausen im Asbacher Land, einem adeligen Gut der von Nesselrode.
Er war rangtiefer (Niederadeliger) gegenüber Bertram von Nesselrode. Seine Nachfahren siedelten sich in Dörfern rund um die Burg Windeck an.
Autor: Karl Ludwig Raab
Autor des Textes : Annelore Steinhauf geb. Thiel
